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National

BVB-Fans laufen gegen Rassismus

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 23. März 2016
Quelle: imago

Am Karfreitag findet in Dortmund bereits der 12. Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf statt. Unter dem Motto „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Kick Racism out!“ wollen BVB-Fans ein Zeichen gegen Rechts, Rassismus und Antisemitismus setzen. 

Der diesjährige Lauf ist Gerd Schleiken, Rüdiger Raguse und Arne Steding gewidmet. „Als Aktive der BVB-Fanszene haben sie sich für ein friedliches Miteinander innerhalb und außerhalb des Stadions und gegen jede Form von Diskriminierung eingesetzt“, heißt es auf der Website des BVB-Fanclubs Heinrich Czerkus.

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„In diesem Sinne versteht sich der Lauf als ein starkes Signal gegen Rechts, gegen Rassismus und Antisemitismus“, so der Fanclub weiter. Mit dem Lauf erinnern die Fans auch an Heinrich Czerkus, den früheren Platzwart von Borussia Dortmund, der Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime leistete und in den letzten Tagen vor der Befreiung Dortmunds von den Nazis ermordet wurde. „Alle, die dazu einen Beitrag leisten möchten, sind herzlich eingeladen, mit ihren Fahnen, Trikots und Schals, von welchem Verein, Club etc. auch immer. Wer damit ein Problem hat, muss dem Lauf fern bleiben. Ein Vorfall wie im letzten Jahr darf sich nicht wiederholen.“

Beim Lauf im letzten Jahr hatten Ultras der Gruppe The Unity einen Familienvater angegriffen, weil dieser einen Schal von Ultrá Sankt Pauli getragen hatte. Andere BVB-Fans hatten dieses Verhalten heftig kritisiert. Später entschuldigte sich die Ultragruppe beim Veranstalter.

Treffpunkt für alle Teilnehmer des diesjährigen Laufs ist ab 12 Uhr am Stadion Rote Erde. Ab 13 Uhr starten dann Wanderer, Walker und Jogger/Radler jeweils im Abstand von einer halben Stunde. Ziel der etwa sieben Kilometer langen Strecke ist das Denkmal Bittermark, wo eine Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund stattfinden wird. Ein Startgeld wird nicht erhoben, es wird jedoch um Spenden gebeten.

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Per­sonen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder be­reits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, an­tisemitische oder sonstige men­schenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.