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National

BVB-Fans in Belgien eingepfercht und eskortiert

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 01. Oktober 2014

Dass die Fahrt zum Auswärtsspiel beim RSC Anderlecht für BVB-Anhänger keine Märchenreise werden würde, hatte man frühzeitig erahnen können. Ein Fan aus Brüssel etwa durfte gar nicht zum Spiel anreisen, es sei denn, er hätte in Kauf genommen, in Dortmund in den Bus zu steigen. Buszwang nannte man Ähnliches einst in Hannover und der berechtigte Aufschrei war groß. Die Strategie der belgischen Beamten nahmen Verein wie Fans zunächst jedoch vergleichsweise langmütig hin.

Da sich die Borussen nun heute auf die Reise gemacht haben, drängt sich jedoch der Eindruck auf, dass es nicht bei diesem Schildbürgerstreich geblieben ist. So berichten einige Mitfahrer via Twitter davon, dass die Fanbusse bereits an der belgischen Grenze von einer Polizeieskorte empfangen wurden und auf belgischem Boden keine Raststätte mehr ansteuern dürfen. Wer um die beinahe qua Naturgesetz defekten Sanitäranlagen in handelsüblichen Reisebussen weiß ahnt, dass das durchaus unangenehmere Konsequenzen haben kann als nur einen unterbrochenen Nachschub an Grundnahrungsmitteln.

 

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Aber auch im Stadion müssen sich die Schwarz-Gelben auf Unannehmlichkeiten gefasst machen. So berichtet Dortmunds Fanbeauftragte unter anderem davon, dass die BVB-Anhänger nach Spielende eine 45-minütige Blocksperre erwartet, ohne Möglichkeit, Toiletten aufzusuchen.  

Das Auswärtskontingent sah 1.100 Karten vor, entsprechend viele Dortmunder Anhänger dürften sich also auf den Weg nach Belgien gemacht haben.