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National

BVB: ADK-Entzug ein „Eigentor im Kampf gegen Rechts“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 25. Juli 2016
Quelle: imago

Vor allem wegen des wiederholten Zündens von Pyrotechnik hat Borussia Dortmund seinen Ultras für die kommende Saison die Auswärtsdauerkarten (ADK) entzogen – diese müssen sich nun wie alle anderen Fans eigenständig um Karten für Auswärtsspiele bemühen. Die Initiative „ballspiel.vereint!“ befürchtet, dass ein mögliches Fernbleiben der Ultras das Auftreten rechter Gruppen und Personen bei Dortmund-Spielen begünstigen könnte.

„Denn neben dem organisierten Support stehen die Ultras im Block insbesondere für eines: Nazis und besorgte Bürger haben keine Chance sich einzunisten“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Genau das sei jedoch zu beobachten gewesen, wenn die Ultras in der Vergangenheit abwesend waren.

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Insbesondere bei den Champions-League-Spielen des BVB in der kommenden Saison fürchtet „ballspiel.vereint!“, dass dort rechte Personen auftreten könnten, die in Deutschland mit einem Stadionverbot belegt sind. Aber auch national seien zuletzt eine vermehrte Präsenz der rechten „Borussenfront“ sowie „einschlägige Vorfälle“ der neuen Gruppe, die auch unter dem Namen „0231 Riot“ bekannt ist, zu beobachten gewesen.

Mit dem Entzug der Auswärtsdauerkarten öffne der Verein diesen Personen die Tür, kritisiert „ballspiel.vereint!“. Unter diesem Gesichtspunkt sei die Maßnahme „ein großes Eigentor“ und müsse zwingend noch einmal überdacht werden, schließt die Inititiative.