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National

Bußgeld wegen „Tod und Hass“-Gesängen

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 24. September 2015
Quelle: imago

Das Amtsgericht Osnabrück hat einen 18-jährigen Fan des VfL Osnabrück zu einer Geldbuße in Höhe von 100 Euro verurteilt, weil er vor dem Derby gegen Preußen Münster vor rund einem Jahr „lautstarke Hassparolen“ gebrüllt haben soll.

Wie das Portal rechtsindex.de berichtet, habe der 18-Jährige vor dem Derby an einem nicht genehmigten Fanmarsch durch die Osnabrücker Innenstadt teilgenommen. Dabei soll er mit anderen Fans „Tod und Hass dem SCP“ und  „Wollt ihr Verlängerung? Nein! Wollt ihr Elfmeterschießen? Nein! Was wollt ihr denn? Preußenblut! Preußenblut!“ skandiert haben. Insbesondere ältere Passanten sollen sich hierdurch verunsichert gefühlt haben und die Polizei darauf angesprochen haben.

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Das Amtsgericht verurteilte den Fan zu einem Bußgeld von 100 Euro, der Fan legte Beschwerde beim Oberlandesgerichts Oldenburg ein. Dieses bestätigte, dass die Teilnahme am Fanmarsch und das Skandieren der Gesänge, „die anerkannten Regeln von Sitte, Anstand und Ordnung in erheblicher Weise verletzt sowie die Allgemeinheit belästigt“ habe.

Weil das Amtsgericht jedoch noch keine ausreichenden Feststellungen zur Vorsätzlichkeit des Verhaltens gemacht habe, wird die Sache vor dem Amtsgericht nun erneut verhandelt.