Anzeige

National

Busangriff setzt Stadionverbote außer Kraft

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 11. Dezember 2015
Quelle: imago

Zuweilen treibt das Verfahren rund um die Vergabe und Durchsetzung von Stadionverboten recht seltsame Blüten. So zum Beispiel in Bochum, wo ein versuchter Busangriff von VfL-Fans dafür sorgte, dass einige Ultras von Union Berlin das Spiel trotz Stadionverbot im Ruhrstadion verfolgen durften.

Anzeige

Wie die Ultragruppe „HammerHearts“ auf ihrer Webseite berichtet, kam es vor der Partie zwischen dem VfL Bochum und Union Berlin am 20. November zu einem versuchten Angriff von Bochumer Fans auf den Bus der Ultras bei der Ankunft in Bochum. Da der Bus jedoch nicht angehalten habe, sei es zu keinem Kontakt zwischen den Fangruppen gekommen.

Als die Stadionverbotler gerade in die Innenstadt ziehen wollten, um sich dort gemeinsam das Spiel anzusehen, habe einer der Betroffenen dann telefonisch von der Aussetzung der Stadionverbote erfahren. Offenbar hielten die Sicherheitsbehörden die Stadionverbotler im Stadion selbst für leichter zu kontrollieren als in der Innenstadt. „Danke an die Busangreifer aus Bochum“, heißt es von den Ultras. „Da war es mit einem Mal wieder, dieses Gefühl, es kribbelte am ganzen Körper. Nach zwei Jahren Abstinenz war es also soweit, ich durfte wieder ins Stadion, mit meinen Jungs in der Kurve stehen und unseren Verein nach vorne schreien!!! Wie geil ist das denn!? […] Wir hatten das dickste Grinsen im Gesicht, das es nur gab.“