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National

Burgfrieden in Leverkusen

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 17. April 2014

Zuletzt hatte es Verwerfungen zwischen Mannschaft und Fans von Bayer Leverkusen gegeben, im Saisonendspurt wollen nun aber alle wieder zusammenhalten, um doch noch den begehrten vierten Platz zu erreichen.

Im letzten Heimspiele gegen Hertha BSC hatte es noch danach ausgesehen, dass die Gräben, die sich da zwischen Bayer Leverkusen und einem Teil der Fanszene aufgetan hatten, nur schwer zuzuschütten seien: Es gab einen Stimmungsboykott und kritische Spruchbänder der Leverkusener Ultras, die Mannschaft verzichtete daraufhin auf das gemeinsame Feiern des Sieges über die Hertha in der Fankurve.

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Am Mittwochabend bat Sportdirektor Rudi Völler dann zu einem Gespräch mit Fan- und Vereinsvertretern, um sich auszusprechen. Ergebnis: In den letzten vier Spielen wollen Fans und Mannschaft wieder zusammenstehen und gemeinsam alles für Platz vier tun. „Es war ein sehr intensiver und konstruktiver Austausch mit allen Beteiligten“, sagte Leverkusens Mediendirektor Meinolf Sprink gegenüber der Bild-Zeitung. „Wir halten alle für die letzten vier Wochen der Saison zusammen, damit wir das große Ziel erreichen.“

Ob sich in Leverkusen jetzt tatsächlich alle wieder lieb haben, darf zumindest bezweifelt werden. Immerhin waren die Vorwürfe, die die Leverkusener Ultras in ihrer Stellungnahme gegen die Vereinsführung erhoben hatten, keine Kleinigkeiten: Die Gruppe hatte fehlende Kontinuität im sportlichen Bereich sowie mangelnde Unterstützung der Fans durch den Verein beklagt.

Vieles deutet also daraufhin, dass der Konflikt lediglich für eine gewisse Zeit ruhen wird. Mindestens aber wohl bis zum Saisonende.