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National

Bündnis beklagt Repressionen gegen Valentin

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 11. Januar 2016
Quelle: imago

Kurz vor Weihnachten war Valentin, bekennender Antifaschist und Ultra von Werder Bremen, erneut inhaftiert worden. Das Bündnis „Gegen Nazis und Repressionen – Freiheit für Valentin“ beklagt nun repressive Maßnahmen von Justiz und Polizei gegen den Werder-Fan. 

Schon die erneute Verhaftung durch eine Einheit des mobilen Einsatzkommandos sei durch besondere Härte gegenüber Valentin gekennzeichnet gewesen, berichtet das Bündnis auf seiner Facebook-Seite. Darüber hinaus bedeute die Verlegung des Werder-Ultras in die JVA Bützow eine „Inkaufnahme, wenn nicht sogar der Wunsch einer extrem hohen Gefahrenlage für ihn“, da es sich bei dieser Einrichtung um einen „überregional bekannten Knast für Nazis und rechte Hooligans“ handle.

Zudem habe Valentin aufgrund einer fehlenden zuständigen Person in der JVA die Weihnachtsfeiertage „ohne Wechselklamotten (sogar ohne Gefängnisklamotten), ohne Telefon und ohne Fernseher, ohne Kopfkissen in einer Zelle“ verbringen müssen. Das Bündnis und Valentis Anwalt kritisieren zudem, dass eine vernünftige Vorbereitung auf den Prozess, der am 28. Januar beginnt, aufgrund der langen Fahrzeiten nicht möglich sei.

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Valentin wird vorgeworfen, beim Nordderby der vergangenen Saison gegen den Hamburger SV in Bremen gemeinsam mit weiteren Ultras einen Bremer Hooligan massiv getreten und geschlagen sowie mit einem Blumenkübel beworfen zu haben. In den letzten Monaten war Valentin zu einer Art Symbol für die Auseinandersetzung zwischen linken Ultras und rechten Hooligans sowie staatlichen Repressionen geworden. Unter dem Motto „#freeValentin“ gab es zahlreiche nationale und internationale Solidaritätsbekundungen antifaschistischer Fanszenen.

+++Zur aktuellen Repression gegen unseren Genossen Valentin+++Nur knapp 5 Wochen nach in Kraft treten der…

Posted by Gegen Nazis und Repressionen – Freiheit für Valentin on Montag, 11. Januar 2016