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National

Bremen gegen Dortmund: Flaschenwürfe, Tritte gegen Polizeipferde und Ermittlungsverfahren wegen Spruchbändern

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 21. Dezember 2014
Quelle: imago

Im Rahmen des Bundesligaspiels zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Ordnern, Polizei und Fans gekommen. Nach Polizeiinformationen wurden dabei fünf Personen verletzt.

Die Polizei Bremen berichtet von mehreren „Herausforderungen“, die die Polizei rund um das Spiel zwischen Bremen und Dortmund zu bewältigen hatte.

Bremer Ultras sollen sich laut Polizeibericht dagegen gesperrt haben, dem von der Polizei vorgegeben Weg zu folgen. Daraufhin sei es zu Tritten gegen Polizeipferde gekommen. Anschließend sollen Flaschen auf die Polizisten der Reiterstaffel geworfen worden sein. Dabei wurden drei Beamte verletzt. Einer von ihnen so schwer, dass er seinen Dienst beenden musste. Im Anschluss an die Auseinandersetzungen wurden vier Festnahmen durchgeführt.

Im Stadion reagierten die Bremer Ultras prompt und protestierten mit Plakaten gegen die polizeilichen Maßnahmen. Die Polizei hat aufgrund dessen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bereits vor dem Spiel kam es zu Tumulten im Gästebereich, als Dortmunder Ultras versuchten in den Sitzplatzbereich einzudringen. Bei dem Versuch dies zu unterbinden wurden zwei Ordner so schwer verletzt, dass sie ihren Dienst abbrechen mussten.

Im Folgenden der Pressebericht der Polizei Bremen im Wortlaut:

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Rund um die Fußball-Bundesligabegegnung zwischen dem SV Werder Bremen und Borussia Dortmund hatte die Polizei einige Herausforderungen mit ihren Einsatzkräften zu bewältigen. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und Polizisten wurden hierbei verletzt.

Die Dortmunder Fußballfans nutzten zu einem Großteil den Bus-Shuttle-Service zum Stadion. Vor dem Spiel konnte allerdings aufgrund des Hochwassers der Parkplatz an der Franz-Böhmert-Straße nicht genutzt werden. Das Sturmflut-Hochwasser hatte ebenfalls den Deich, wo die auswärtigen Gäste aus den Shuttle-Bussen entlang geführt werden, überschwemmt, so dass sie über die Treppe Peterswerder geführt werden mussten. Hier kam es zu keinen Zwischenfällen.

Bremer Ultras sperrten sich gegen die Führung über die Rampe West, da der Weg etwas von ihrem üblichen Marschweg abwich. Sie versuchten sogar, sich der Polizei-Reiterstaffel Hannover entgegen zu stellen. Es kam zu Tritten gegen die Polizeipferde. Diese Situation konnte durch Einsatzkräfte allerdings schnell wieder bereinigt werden. Durch Bewurf mit Flaschen wurden hierbei drei Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. Er verletzte sich am Handgelenk und war nicht mehr dienstfähig. Es besteht der Verdacht einer Handgelenkfraktur. Die anderen zwei Beamten erlitten Prellungen, konnten aber ihren Dienst fortsetzen. Es wurden in diesem Zusammenhang vier Festnahmen durchgeführt. Die Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt und wurden im Anschluss wieder entlassen.

Noch vor dem Spiel brachen Dortmunder Ultras aus dem Gästebereich in den darunterliegenden Sitzplatzbereich ein. Bei dem Versuch, das zu verhindern wurden zwei Ordner des durch Werder eingesetzten Sicherheitsdienstes verletzt. Auch sie konnten ihre Arbeit nicht mehr weiter fortsetzen.

Die Werder Ultras erstellten sich spontan Plakate mit Parolen gegen die polizeilichen Maßnahmen. Ein Ermittlungsverfahren wurde auch hier eingeleitet.

Nach dem Spiel verlief die Abreise der auswärtigen als auch der Bremer Fans ohne nennenswerte Störungen ab. Das Spielergebnis und die Wetterlage werden hierzu einen nicht geringen Beitrag geleistet haben.

 

st