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National

Brasilien wird Weltmeister, Deutschland kommt ins Halbfinale

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 06. Juni 2014
Quelle: imago

Laut einer repräsentativen Studie der Universität Hohenheim erwarten etwa zwei Drittel der Befragten, dass die deutsche Nationalelf in Brasilien genauso gut oder sogar besser abschneidet als bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften 2006 und 2010. 

Darüber hinaus sei die WM in Brasilien deutlich beliebter als sonstige Sportereignisse, aber auch als andere Fußball-Wettbewerbe wie die Bundesliga oder die Champions League. „Eine Fußballweltmeisterschaft ist eben immer noch etwas Besonderes. Sie findet nur alle 4 Jahre statt und sie eint die Menschen“, sagt Prof. Dr. Markus Voeth, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing I an der Universität Hohenheim und Verantwortlicher der Studie. „Während ansonsten die einen mit Dortmund und die anderen mit Bayern fiebern, sind hier alle für eine Mannschaft, die Nationalmannschaft. Das schafft ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das die Menschen in anderen Lebenssituationen kaum noch erleben können.“

Die Mehrheit der Deutschen geht der Studie zufolge davon aus, dass Brasilien Weltmeister wird und Deutschland zumindest das Halbfinale erreicht. Dieser Optimismus speist sich Voeth zufolge aus dem guten Abschneiden der Nationalelf bei vergangenen Weltmeisterschaften:  „Die Deutschen lassen sich bei ihren Erwartungen weniger von Einzelergebnissen wie etwa dem Abschneiden in Vorbereitungsspielen leiten. Stattdessen wissen die Menschen, dass Deutschland bei den letzten 10 Weltmeisterschaften neun Mal mindestens das Viertelfinale, sieben Mal zumindest das Halbfinale und immerhin fünf Mal im Finale war. Das prägt die Erwartungen vor allem.“

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WM auch Thema am Arbeitsplatz

Verfolgen werden die meisten Deutschen die Spiele mit Freunden vor dem eigenen Fernseher oder beim Public Viewing. Kaum überraschend sind dagegen Live-Streams oder Live-Ticker weniger beliebt.

Des Weiteren gehen immerhin 40 Prozent der Deutschen davon aus, dass sie sich während der Weltmeisterschaft täglich zwischen 10 Minuten und einer Stunde am Arbeitsplatz mit WM-Themen beschäftigen. Nur 20 Prozent gaben an, sich während der Arbeit überhaupt nicht mit der WM zu beschäftigen.

Insgesamt nahmen 929 Probanden, die im Hinblick auf die Merkmale Alter und Geschlecht die deutsche Bevölkerung repräsentativ abbilden, an der Online-Befragung teil.