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National

„Boyz“ erneut im Fokus

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 24. August 2015
Quelle: imago

Erst vor knapp einer Woche begnadigte der 1. FC Köln Mitglieder der Ultra-Gruppierung „Boyz“ und hob gegen sie verhängte Stadionverbote wieder auf. Beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg gab es jedoch offenbar erneut Ärger.

Wie die Polizei berichtet, zogen etwa eine Stunde vor Anpfiff mehrere Dutzend Kölner vor den Gästeblock. Dort sollen sie ankommende Fans des VfL Wolfsburg provoziert haben, woraufhin es offenbar zu einer kurzzeitigen Auseinandersetzung zwischen den Fanlagern kam. Die Polizei griff ein, laut Kölnischer Rundschau soll einer von ihnen sogar seine Dienstwaffe gezogen haben, um die Fans in Schach zu halten.

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Nach der Auseinandersetzung nahm die Polizei 17 Kölner Fans und einen Anhänger des VfL Wolfsburg in Gewahrsam, verletzt wurde wohl niemand. Bei zwölf der festgenommenen Fans soll es sich nach Informationen der Kölnischen Rundschau um Mitglieder der Boyz handeln.

FC-Präsident Werner Spinner ordnete die Vorfälle gegenüber dem kicker sachlich ein: „Es ist eine Entwicklung. Es wird auch in Zukunft wahrscheinlich immer wieder kleinere Vorfälle geben. Trotzdem bin ich weiter davon überzeugt, dass durch den Dialog des Vereins mit den Ultras eine Verbesserung der Situation eintreten wird.“ Gleichzeitig kündigte Spinner Konsequenzen für „einige Unbelehrbare“ an. Diese dürften wohl in Form erneuter Stadionverbote ausfallen.

Nach der Begnadigung der Boyz waren am Samstag erstmals seit den Vorfällen im Derby bei Borussia Mönchengladbach und den damit verbundenen Kollektivstrafen wieder alle Kölner Ultra-Gruppen in der Südkurve des Stadions vertreten.