Anzeige

National

Block 12 will zurück zur „Spielvereinigung Fürth!“

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 01. Juli 2014
Quelle: imago

Die Spielvereinigung Greuther Fürth gewann das erste Testspiel der Saison mit 14:0 gegen TSV Vestenbergsgreuth. Kurioserweise ist das genau der Verein, mit dem die SpVgg Fürth 1996 fusionierte. Dadurch entstand der jetzige Name: SpVgg Greuther Fürth. 2007 gründete der TSV Vestenbergsgreuth eine neue Fußballabteilung, die in der Kreisklasse startete. Das Testspiel mit dem alten Fusionspartner nahmen die Fürther Ultras aus Block 12 zum Anlass, sich für den alten Namen stark zu machen.

Für den Protest gab es verschiedene Gründe. Block 12 ist vor allem der Meinung, dass die erneute Gründung der Fußballabteilung beim TSV Vestenbergsgreuth zeigt, „dass der damalige Beitritt (des TSV) zur SpVgg nichtig ist. Folgerichtig kann es eigentlich nur eine Antwort darauf geben: die Spielvereinigung Fürth!“ Circa 100 Fans folgten dem Aufruf der Ultras nach Vestenbergsgreuth zu reisen und dort für den Namen Spielvereinigung Fürth zu protestieren. Neben dem Zünden von Rauchtöpfen wurde lautstark supportet und ebenso zwei Banner aufgehangen. “Wir reichen die Scheidung ein – SpVgg Fürth soll’s wieder sein“ sowie “Alles Gute zum Geburtstag, TSV! Als Geschenk gibt’s den Holzschuh zurück.“ – Der TSV feierte das 40-jährige Jubiläum, der Holzschuh ist das Zeichen des TSV.

Die Fans wollen sich klar als „Fürther“ sehen und auch so genannt werden, denn „wenn die ‚Greuther Fürther‘ bei den ‚Greuthern‘ antreten, dann ist das für uns Anlass genug, (…) zu sagen: Es reicht!“ Auch die Titel aus der Vergangenheit gehen nicht auf das Konto der „Greuther Fürther“, heißt es in der Stellungnahme. Das Gründungsdatum von 1903 sei auch nicht richtig, denn zu dieser Zeit war es noch die SpVgg Fürth, mit altem Wappen und altem Trikot. Die Fürther Fans setzten sich somit vehement für die richtige Unterscheidung zwischen Greuther Fürth, SpVgg Fürth und TSV Vestenbergsgreuth ein.

Hier der komplette Aufruf des Block 12:

Auf nach Vestenbergsgreuth!

Am 27. Juni wird unsere Spielvereinigung anlässlich des 40. Geburtstags des TSV Vestenbergsgreuth auf dem Schwalbenberg zu Gast sein. Wir rufen hiermit alle Kleeblattfans dazu auf, sich an diesem Abend auf den Weg zu machen und dort für alle Menschen sichtbar ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen, dass das, was vor gut 18 Jahren mit dem Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth zur altehrwürdigen Spielvereinigung Fürth begann, mittlerweile seinen Zenit überschritten hat. Im Jahre 2007 haben sich die Verantwortlichen im Heimatort Helmut Hacks dazu entschlossen, wieder eine eigene erste Fußballmannschaft in der Kreisklasse antreten zu lassen. Hiermit hat der TSV in unseren Augen gezeigt, dass der damalige Beitritt zur SpVgg nichtig ist. Folgerichtig kann es eigentlich nur eine Antwort darauf geben: die Spielvereinigung Fürth!

Anzeige

Deshalb haben wir uns entschlossen, gemeinsam mit euch allen, die genug davon haben, als “Greuther (Fürther)” bezeichnet zu werden, nach Vestenbergsgreuth zu reisen. Wenn die “Greuther Fürther” bei den “Greuthern” antreten, dann ist das für uns Anlass genug, nach langen Jahren der Stille nun vehement zu sagen: Es reicht! Weder war Greuther Fürth drei Mal deutscher Meister noch gibt es Greuther Fürth seit 1903. All diese Floskeln, mit denen sich der Verein gerne schmückt, sind Andenken an eine Zeit, als der Fürther noch “nieber” in Ronhof “zu di Färdder” gegangen ist. Als das Vereinswappen eine schwarze Raute und auf dem Rücken der Spieler “Fürth” zu lesen zu war.

Darum schließt euch uns an, meldet euch für die Busse (info@horidos.de) und zeigt am 27. Juni, dass es für uns Fürther nur einen Verein gibt: die SpVgg Fürth. Das soll an diesem Tag die Maxime unseres Handelns sein! Kein Gepöbel gegen den TSV Vestenbergsgreuth, kein Gepöbel gegen die Person Helmut Hack, vor dessen Arbeit in der Vergangenheit wir nur den Hut ziehen können. Dennoch muss sich Herr Hack ankreiden lassen, nur um seines Lebenswerk willens das Projekt “Greuther Fürth” weiter am Leben zu lassen. Zeigen wir auch ihm, dass die Zukunft eine andere sein muss!

Spielvereinigung Fürth!
Für immer Sportpark Ronhof!

P.s.: Um ein dementsprechendes Zeichen zu setzen, reist die gesamte Fanszene selbstverständlich nur in Fanutensilien der SpVgg Fürth an!

 

jh