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Interviews

„Ich bin kein Fan von so Retortenvereinen“

Autor: rene.gaengler Veröffentlicht: 05. Dezember 2014

Uwe Lyko ist ein bekannter deutscher Kabarettist und Komiker, der unter anderem die Figur des nörgelnden Rentners Herbert Knebel verkörpert. Im Interview mit Fanzeit berichtet er über seine schönsten Erlebnisse im Fußball und über seine große Liebe.

Herr Lyko, Sie sind gebürtiger Duisburger, wie kam es zu Ihrer Verbundenheit zum BVB?

1966 Europapokal der Pokalsieger, FC Liverpool : Borussia Dortmund. Eigentlich durften wir Kinder damals noch nicht Fernsehen gucken. Aber durch eine Fügung des Schicksals waren an dem Abend die Eltern nicht zu Hause. Das hieß für meinen Bruder und mich: Glotze frei! Und wie gesagt, an dem Abend lief dieses Spiel. Wir waren von dem Spiel so gefesselt, dass wir das Zurückkommen der Eltern gar nicht bemerkten, die uns auf frischer Tat ertappten. Gott sei Dank konnten wir die Verlängerung mit unseren Eltern zusammen sehen. Als dann das 2:1 durch Reinhard, Stan, Libuda fiel lag sich die gesamte Familie Lyko glücksselig in den Armen. So begann die Liebe zum BVB. Eine Liebe, die bis heute gehalten hat. Zwischenzeitlich gab es ein paar kleine Flirts mit Borussia Mönchengladbach und dem SC Freiburg, aber wie gesagt, die große Liebe blieb und ist der BVB.

Wie beurteilen Sie die Rivalität zu FC Schalke 04?

Es fängt langsam an mich zu langweilen. Die ewigen Sprüche, die ewigen Hohngesänge. Ich kann sie langsam nicht mehr hören.

Ein Statement zum Thema Pyrotechnik in den Stadien?

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Hat meiner Meinung nach überhaupt nix zu suchen im Stadion. Super Stimmung geht auch, wissenschaftlich erwiesen, ohne Bengalos. Und außerdem verursachen die Scheißdinger immer unglaubliche Nebelschwaden, so dass man teilweise nix mehr sieht, und stinken tun `se auch noch.

Welches Ereignis wird Ihnen als Fußballfan immer in Erinnerung bleiben?

Das besagte 2:1 gegen den FC Liverpool, das 5:2 im Pokalfinale gegen die Bayern 2012 (da war ich im Stadion) und das Feiern der 7. Meisterschaft im BVB Stadion nach dem Heimsieg gegen Nürnberg 2011.

Was halten Sie von den Modellen RB Leipzig und 1899 Hoffenheim?

Bin ich kein Fan von so Retortenvereinen, gehört aber leider mittlerweile mit zum Fußball.

 

rg