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National

Bielefeld-Fan steht wegen Tragens von Quarzsandhandschuhen vor Gericht

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 26. Juni 2014

Weil er im Vorfeld der Zweitliga-Begegnung zwischen Arminia Bielefeld und dem FC St. Pauli schlagkraftverstärkende Handschuhe trug, muss sich ein Bielefelder Anhänger vor Gericht verantworten. Das berichtet das Westfalen-Blatt. 

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Grundsätzlich gelten Quarzsandhandschuhe nicht als Waffe und das Tragen stellt somit für Privatpersonen keine Straftat dar. Ausgenommen sind jedoch Veranstaltungen, die dem Versammlungsgesetz unterliegen. Vor diesem Hintergrund sei gegen den 37-jährige Bielefeld-Fan Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet worden.

Vor dem Amtsgericht habe sich der aus Niedersachsen stammende Angeklagte übrigens mit dem Hinweis gewehrt, dass er trotz Dauerkarte das Spiel nicht im Stadion sondern lediglich in einer Kneipe schauen wollte. Die Richterin fand das offenbar wenig glaubhaft und entgegnete: „So schön ist Bielefeld auch nicht.“

Da die Aussage aber zur Zeit auch nicht zu widerlegen sei, wird das Verfahren vor dem Amtsgericht fortgesetzt.