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National

Bewährungsstrafe für Pyro-Zünden

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 13. März 2015
Quelle: imago

Beim Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig waren im November 2013 in beiden Fan-Blöcken bengalische Fackeln gezündet worden. Am Donnerstag wurde nun ein Braunschweig-Anhänger durch das Amtsgericht Hannover verurteilt.

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Trotz des großen Polizeiaufgebots während des Derbys gelang es einigen Fans Pyrotechnik ins Stadion zu schmuggeln. Nun wurde laut NDR ein Fan der Braunschweiger wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung  zu 16 Monaten auf Bewährung verurteilt. Laut Gericht soll der Fan im Stadion zwei Bengalos gezündet und damit eine „nicht unerhebliche Verletzung umstehender Fußballfans in Kauf genommen“ haben. Weiter heißt es, dass in die Strafe eine andere Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung von 14 Monaten einbezogen wurde. Laut NDR wurde die Einzelstrafe für das Abbrennen der Bengalos auf vier Monate festgesetzt, die Bewährungszeit auf drei Jahre. Zusätzlich muss eine Strafe in Höhe von 500 Euro an den Kinderschutzbund gezahlt werden.

Bereits im Februar hatte es ein Gerichtsverfahren bezüglich Pyrotechnik während des Niedersachsen-Derbys gegeben. Dieses Verfahren wurde jedoch nach NDR-Angaben vom Amtsgericht Hannover eingestellt, da der betroffene Fußballfan nach Zustimmung aller Verfahrensbeteiligten 300 Euro zahlte. Insgesamt wurden nach dem Derby 272 Strafverfahren eingeleitet worden.