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National

Bayern-Ultras in Turin verhaftet

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 25. Februar 2016
Quelle: imago

Beim Champions League Spiel des FC Bayern München bei Juventus Turin am Dienstagabend kam es am Einlass zum Gästeblock zu massiven Kontrollen von Bayern-Fans. Fünf Mitglieder der Münchner Ultragruppe Schickeria wurden dabei festgenommen. 

Wie die Gruppe auf der Website der Südkurve München mitteilt, sollen die fünf Fans heute vor ein Gericht in Turin gestellt werden. Darüber hinaus bschreiben die Ultras die Situation am Einlass aus ihrer Sicht. Demnach sei vielen Fans trotz gültiger, personalisierter Eintrittskarte der Zutritt verwehrt worden. Alle Anhänger seien „langwierigen und unverhältnismäßig intensiven Kontrollen“ ausgesetzt worden. Dies führte dazu, dass etliche Münchner Fans erst weit nach Anstoß der Begegnung im Stadion waren.

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Die Festnahme der fünf Ultras schildert die Gruppe so: „Eine kleine Gruppe Mitglieder der Schickeria, die unsere Zaunfahne bei sich trugen, wurde in einem abgesperrten Schleusenbereich zwischen erster Kontrolle und Gästebereich aus für uns unerklärlichen Gründen von Ordnungsdienstmitgliedern und später auch uniformierten Carabinieri und Polizisten in Zivil attackiert und festgesetzt, obwohl Zaunfahnen an diesem Spieltag erlaubt waren und schon zahlreiche Fans mit Fanclubfahnen die Kontrollen passiert hatten. Wir bestreiten vehement, dass diese Eskalation von unseren Mitgliedern ausging oder in irgendeiner Form in ihrem Verhalten begründet lag.“

Die Verantwortung für die Situation sehen die Ultras zum einen bei den Sicherheitskräften, „die an diesem Tag generell aggressiv, willkürlich, unverhältnismäßig und entwürdigend gegenüber allen Bayernfans und auch gegenüber Angestellten und Ordnern des FC Bayern auftraten“, und zum anderen „bei den strukturell fanfeindlichen Zuständen in Italien“.

Zu den fünf Verhafteten, die heute vor Gericht stehen heißt es von der Gruppe: „Sie dürfen nicht mit einem so hohen Preis dafür bezahlen müssen, dass von den Problemen und dem Versagen beim Einlass abgelenkt werden soll. Es kann eigentlich nichts anderes geben, als ihre sofortige Freilassung. Schon ihre Inhaftierung bis jetzt ist Unrecht.“