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National

Bayern startet Pilotprojekt für „mehr Sicherheit beim Fußball“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 11. April 2014
Quelle: imago

Das bayrische Innenministerium ist mit einem Pilotprojekt an die Öffentlichkeit gegangen, von dem sich die Politik erhofft, zu mehr Sicherheit in deutschen Fußballstadien beitragen zu können. Es sei das erste Projekt spezieller Schlichtungsstellen, die den Dialog mit den Fans intensivieren sollen.

Joachim Hermann wäre aber nicht bayrischer Innenminister, wenn er nicht gleichzeitig ein wenig den Hardliner geben würde. „Unsere neuen ‚Dialogforen Fußball und Sicherheit‘ sind ein Angebot an Verbände, Vereine, Fans, Städte und Polizei, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und Verständnis, Akzeptanz sowie Vertrauen zu fördern“, sagt der CSU-Mann. Das ist allerdings nur die eine Seite. Gleichzeitig dienen die neuen Einrichtungen natürlich auch einem weiteren Zweck: „Damit wollen wir gemeinsam mit den Fans für mehr Sicherheit beim Fußball sorgen und gewalttätigen Chaoten die Rote Karte zeigen!“

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Behandelt werden sollen in den Dialogforen beispielsweise Probleme mit der Polizei, die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen durch die Städte und Vereine oder grundlegende organisatorische Fragen. Darüber hinaus können die Foren unabhängig von konkreten Anlässen einberufen werden, etwa um aktuelle Informationen an Fangruppierungen weiterzugeben.

Anfangs werden die neuen Angebote an den Standorten München (1860 und FC Bayern), Nürnberg und Fürth eingerichtet. Als Moderator für das Dialogforum in München fungiert unter anderem der ehemalige Leiter des Fanprojektes München, Günter Krause. In Nürnberg hat sich Günther Koch, Reporterlegende und inzwischen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Nürnberg, bereit erklärt, mitzuwirken. In Fürth übernimmt diese Aufgabe der dortige Sportbürgermeister Markus Braun.

Nach und nach soll anschließend ein eigenes Dialogforum für jeden bayrischen Bundesliga-Verein eingerichtet werden.