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National

Bayern-Fans wollten U-Bahn mit 1860-Fans stürmen

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 17. April 2014
Quelle: imago

Die Polizei war beim Pokalspiel zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern am Mittwochabend offenbar schwer im Einsatz. Insgesamt nahmen die Beamten ganze 47 Personen wegen unterschiedlichster Delikte fest. 

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Von Beleidigung über leichte Körperverletzungen bis hin zum Werfen von Bierkrügen reichen die Vorwürfe, die die Polizei in ihrem Bericht gegen die Beschuldigten vorbringt. Zu den ersten Scharmützel soll es demnach beim „Europapokal-Warm-up“ von etwa 500 Kaiserslautern-Fans auf dem Münchner Viktualienmarkt gekommen sein. Die Lauterer Anhänger hatten Benaglos gezündet, als die Polizei sie darauf aufmerksam gemacht haben will, soll es zu einer Beleidigung seitens eines Fans gekommen sein. Diesen haben die Einsatzkräfte verhaftet, was wiederum einige Mitstreiter zum Anlass nahmen, sich zu vermummen und mit Bierkrügen und Flaschen auf die Beamten zu werfen, heißt es in dem Bericht. Weiterhin wurde ein Gäste-Fan im Vorfeld der Partie festgenommen, weil er eine Lampe beschädigt haben soll.

Während des Spiels soll ein Fan des FC Bayern eine Gruppe von fünf Anhängern des 1. FC Kaiserslautern beleidigt haben. Der Mann wurde von den fünf Personen ins Gesicht geschlagen. Polizeibeamte konnten die Täter festnehmen. Kurz vor Spielende wurde im Gästefanblock durch mehrere Personen ein rotes Bengalisches Feuer gezündet. Nach dem Spielende konnte einer der Täter in einer Gruppe Fans identifiziert und ebenfalls festgenommen werden.  Einige Personen sollen die festnehmenden Beamten dabei bedrängt haben. Ein Polizeibeamter wurde durch den Tritt eines bislang unbekannten Täters leicht verletzt.

Am U-Bahnhof versuchte im Nachgang der Partie eine Gruppe von etwa 70 Fans des FC Bayern in die wartende U-Bahn zu stürmen, in der sich Anhänger des TSV 1860 München befanden. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um die beiden Gruppierungen auseinanderzuhalten. Weitere 27 Personen wurden festgenommen und wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs angezeigt werden.  Insgesamt kam es vor, während und nach dem Spiel zu 47 Festnahmen. Durch Polizeibeamte mussten immer wieder Gruppen von Fans beider Vereine auseinandergehalten werden, um Zusammenstöße zu verhindern. Hierbei wurden insgesamt drei Polizeibeamte leicht verletzt.