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International

Bayern-Fans mit Apell an die UEFA

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 15. September 2014
Quelle: imago

Nach rassistischen Entgleisungen einiger ZSKA-Moskau-Anhänger hat die UEFA den russischen Klub mit einem Geisterspiel in der Champions League sanktioniert. Die UEFA wählte das Spiel gegen den FC Bayern, das nun vor leeren Rängen stattfinden muss – und das, obwohl schon viele Bayern Fans Flüge und Hotels gebucht hatten.

Nach der Champions League-Auslosung Ende August buchten viele Bayern-Fans direkt ihre Flüge nach Russland. Wenig später mussten sie feststellen, dass sie wohl in Moskau vor verschlossenen Stadiontoren stehen werden.

Der Hintergrund für die Sanktionen der UEFA sind rassistische Vorkommnisse in den Blöcken der ZSKA-Fans beim Spiel bei Viktoria Pilsen.

Wenige Tage nach der Bekanntgabe der UEFA war folgendes Statement auf der Homepage des FC Bayern zu lesen: „Unser Spiel in Moskau wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen, d.h. es sind keine Zuschauer zugelassen. Dementsprechend können wir leider keine Eintrittskarten an unsere Fans abgeben, uns bereits vorliegende Bestellungen werden vernichtet und als gegenstandslos betrachtet.“

Protest der Bayern-Fans

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Viele Anhänger des deutschen Rekordmeisters wollen sich nicht mit dieser „Kollektivstrafe“ der UEFA abfinden und sprechen sich dafür aus, dass den Bayern-Fans in Moskau doch noch Einlass in das Stadion gewährt wird. Der Club Nr. 12 hat die UEFA zu einem „persönlichen Gespräch“ eingeladen, wie es in einem Schreiben heißt. Darin kritisieren die Bayern-Fans auch, dass die Bestrafung unschuldiger Fans nicht nur gegen die Werte des FairPlay verstoße, sondern auch „die Basis für das gemeinsame Engagement von Fans, Vereinen und UEFA im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung“ zerstöre.

Die Organisation erhofft sich, dass sich ein Abgeordneter des Verbandes vor dem Champions-League-Spiel gegen Manchester City am 17. September zu einem Dialog bereit erklärt, um „gemeinsam nach einer für alle zufriedenstellenden Lösung zu suchen.“

Hier der offene Brief des Club Nr. 12:

st