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National

Bayern-Fans kritisieren UEFA für Choreovorgaben

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 12. Mai 2015
Quelle: imago

Vor dem Champions-League-Rückspiel zwischen dem FC Bayern München und dem FC Barcelona kündigt der Dachverband „Club Nr. 12“ eine Choreografie  an. Gleichzeitig kritisieren die Münchner jedoch die Bedingungen durch strenge UEFA-Vorgaben.

Der „Club Nr. 12“ erklärt, dass es bei allen Halbfinalisten der diesjährigen Champions-League-Halbfinals eine Choreografie zu bestaunen gab. Während diese in der Vergangenheit eher eine Ausnahme darstellten, würden Fan-Choreos nun schon fast erwartet. Im Gegensatz zu allen anderen Halbfinalisten würden die Bayern-Choreos jedoch auch wirklich noch von Fans geplant, durchgeführt und finanziert: „Bei den drei anderen Halbfinalisten werden die Choreografien durch das Clubmanagement in Auftrag gegeben und von bezahlten Helfern vorbereitet“, erklären die Bayern-Anhänger.

 

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Kritik übt der „Club Nr. 12“ auch an der UEFA. So musste der endgültige Entwurf der heutigen Choreo bereits vor dem Hinspiel bei dem europäischen Fußballverband eingereicht werden, sodass die Botschaft der Aktion nicht mehr auf das Ergebnis im Hinspiel angepasst werden konnte. In diesem Fall ja keine ganz unwesentliche Information, die durchaus Einfluss auf die Umsetzung gehabt hätte. Im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Porto war den Bayern-Fans dies noch gelungen. Nach der 1:3-Niederlage präsentierten die Fans in der Allianz Arena kurzfristig eine Choreo. Zentraler Inhalt: „Niemals aufgeben“.

Zudem soll die UEFA untersagt haben, während der Choreografie die UEFA-Sterne am Mittelrang der Gegengeraden zu überhängen. So hätte ein hässlicher Balken im Choreo-Bild vermieden werden können. Doch die Münchner mussten einsehen: „Die UEFA ist an dieser Stelle nicht bereit, auch nur zwei Minuten auf ihr Champions-League Branding zu verzichten.“ Die Entscheidungsträger in den Verbänden und Vereinen müssten sich überlegen, in welche Richtung die Reise gehen soll, gibt der „Club Nr. 12“ zu bedenken. Dabei ist das Ende ziemlich absehbar: „Jedes Jahr werden die Freiheiten der Fans scheibchenweise weiter eingeschränkt.“ Ein Ergebnis dieser Entwicklung wären vielleicht „WE ARE READY“-Choreografien aller Halbfinalisten, sinnieren die Verfasser. „Es wäre der Tod eines weiteren Stücks gewachsener Fankultur.“