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International

Bayern-Fanclub fordert ZSKA Moskau auf, Fans den Hochhausbesuch zu ermöglichen

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 07. Oktober 2014
Quelle: Facebook-Screenshot

Wegen rassistischer Vorfälle der Moskauer Anhänger in Rom verhängte die UEFA gleich drei Geisterspiele gegen den russischen Hauptstadtklub ZSKA Moskau. Schon im Heimspiel gegen Bayern München blieben die Ränge leer. 70 mitgereiste Münchener verfolgten dennoch die Partie von einem neben dem Stadion gelegenen Hochhaus. Organisiert wurde die Aktion vom Münchner Fanverband „Club Nr. 12“. Da von der UEFA „keinerlei Unterstützung für die betroffenen Fans zu erwarten sei“, fordert der die Verantwortlichen des Moskauer Klubs auf, die Kosten für den Aufenthalt in eben jenem Hochhaus den Rom- und Manchester-Fans zu finanzieren, die die nächsten Gegner der Russen sind.

Die Hochhausaktion der Bayern-Fans beim Champions-League-Auswärtsspiel in Moskau sorgte für viel positives Feedback im Internet. Nun verlangen der Initiatoren der Aktion die Gewährleistung der Sicherheit für Gästefans und die Finanzierung des Aufenthalts im Hochhaus auch für andere Gästefans.

Erste Verhandlungen mit den Münchnern lehnte die UEFA ab, da bereits vor der Auslosung bekannt gewesen sei, dass es sich bei der Partie ZSKA Moskau gegen den FC Bayern München um ein Geisterspiel handle. Nun ist die Rechtslage allerdings anders. Das neue Urteil gegen die Moskauer wurde nach der Auslosung gefällt. Grund für die drei weiteren Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind rassistische Vorfälle der Moskauer Fans beim Gastspiel in Rom.

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Die UEFA soll helfen, den Gästefans eine Alternative zu bieten, das Spiel ihrer Mannschaft live vor Ort zu sehen. Beim Spiel des deutschen Rekordmeisters übernahm der FC Bayern München die Kosten für seine mitgereisten Anhänger. Außerdem fordert der „Club Nr.12“, dass die zu zahlenden Geldstrafen des ZSKA Moskau für antirassistische Kampagnen in Russland gespendet werden. Das sei der richtige Schritt um Rassismus aus dem russischen Fußball zu bekämpfen.