Anzeige

International

Bannerverbot bei Standard Lüttich

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 27. Januar 2015
Quelle: imago

Die Blockfahne, die Fans von Standard Lüttich während des Spiels gegen den RSC Anderlecht zeigten, schlägt weiter hohe Wellen. Den verantwortlichen Fans drohen nun Konsequenzen. 

Während der Klub am Spieltag selbst noch ein Bild der Aktion via Twitter verbreitet hatte, distanzierte sich Standard Lüttich nun auf seiner Homepage von dem Banner und beklagt einen Vertrauensbruch vonseiten der Fans. Der Klub beteuerte, dass die Ultras dem Verein im Vorfeld der Partie zunächst ein Banner vorgelegt hatten, „dass sich komplett von dem am Sonntag verwendeten Bild unterschied.“

Anzeige

Die Blockfahne zeigte neben den Worten „Red or Dead“ einen Henker mit dem abgeschlagenen Kopf des ehemaligen Lüttich-Spielers Steven Defour. Der belgische Nationalspieler war für zwei Jahre Kapitän von Standard Lüttich, bevor er 2011 zum FC Porto wechselte. Seit letztem Jahr spielt er wieder in Belgien und das ausgerechnet beim Erzrivalen RSC Anderlecht.

Wie die Plattform Anderlecht-Online.be berichtet, hat Standard Lüttich nun erste Konsquenzen aus dem Vorfall gezogen. In nächster Zeit sollen offenbar alle Banner sowie die komplette Ultragruppe Inferno 96 verboten werden. Darüber hinaus erwartet die Verantwortlichen des Banners wohl ein Stadionverbot. Belgischen Medien zufolge könnten die Täter zudem mit einer Geldstrafe belangt werden.

Wie Standard Lüttich weiterhin bekannt gibt, soll es demnächst zu einem Treffen zwischen dem Verein, der Stadt Lüttich und den Ultras kommen.