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National

Bald Aufenthaltsverbote für Werder-Ultras?

Autor: Nicolas Breßler Veröffentlicht: 26. Februar 2015
Quelle: imago

Nach der Attacke von Bremer Ultras auf Fans des FC Augsburg, ist in Bremen eine Grundsatzdebatte über Einsatzstrategien der Polizei, während Werder-Spielen, im Gange. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer kündigte nun an, künftig Aufenthaltsverbote in Stadionnähe, für gewalttätige Fans, durchzusetzen.

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Der SPD-Politiker nannte als konkretes Gebiet die Pauliner Marsch, ein Viertel in der unmittelbarer Nähe des Stadions. Hier solle künftig konsequenter darauf geachtet werden, gewaltbereite Anhänger rauszuhalten.

Polizeipräsident Lutz Müller merkte an, dass die 50-60 Beteiligten am Überfall nicht einer Szene zuzuordnen seien, sondern sich aus mehreren Gruppe zusammensetzen. Er sieht zudem ein grundsätzliches Problem beim Thema Polizeieinsatz beim Fußball: Laut Müller würden viele Fans das Stadion und Drumherum eines Fußballspiels als eine Art rechtsfreien Raum betrachten, in dem entsprechendes Verständnis für Straftaten und ihre Konsequenzen fehle.

An der Weser läuft eine Debatte, in der beide Parteien im Moment scheinbar auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Die Argumente des Fanprojektes Bremen für den Abbau der Polizeipräsenz am Spieltag sind, durch den Vorfall beim Augsburg-Spiel, untergraben worden.