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National

Ausstellung zum Todestag von Robert Enke in Hannover

Autor: Kim Heeß Veröffentlicht: 05. November 2014
Quelle: imago-sportfoto

Zum fünften Todestag des ehemaligen Nationaltorhüters Robert Enke († 10. November 2009) findet im Landesmuseum Hannover eine mehrtägige Sonderausstellung statt. Eine Podiumsdiskussion mit Robert Enkes Witwe Teresa steht auch auf dem Programm, das durch die Robert-Enke-Stiftung entworfen wurde.

Auf der Internetseite des Landesmuseums heißt es: „Kernstück der Veranstaltungsreihe ist eine Erinnerungsausstellung mit einzigartigen Ausstellungsstücken wie beispielsweise Trikots von den Stationen Robert Enkes bei Hannover 96, Benfica Lissabon, dem FC Barcelona oder auch der Deutschen Fußballnationalmannschaft.“

Robert Enkes Witwe Teresa unterstützt die Aufklärungs- und Erinnerungsausstellung auch mit eigenen Erzählungen und erklärt die Initiative: „Unserer Stiftung ist es wichtig, diese Tage auf eine angemessen stillvolle Art zu begehen. Hierbei sollen die Fußballanhänger einerseits die Möglichkeit erhalten, meinem Mann zu gedenken und vielleicht auch die eine oder andere Anekdote aus seiner Karriere erfahren, die ihnen noch nicht bekannt ist. Gleichzeitig nutzen wir den Rahmen, um mithilfe der Erlebnisausstellung „GRENZen erLEBEN“ vielen Nicht-Betroffenen zu verdeutlichen, was es heißt, an einer psychischen Erkrankung zu leiden.“

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Weitere prominente Gesprächsgäste werden erwartet, so z.B. die Verteidigungsministerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Ursula von der Leyen und der Erfolgstrainer Jupp Heynkces, der Weggefährte von Robert Enke war.

Eine Besonderheit stellt »GRENZen erLEBEN« dar. Dieser Teil der Ausstellung „basiert in seinem Herzstück aus zwei Räumen, die abgeschlossen und getrennt voneinander mittels verschiedener Reize (akustisch, visuell, taktil und sozial) einen authentischen Eindruck vermitteln, wie Depression und Schizophrenie sich »anfühlen«. Als Erfahrungs- und Erlebniswelt richtet sie sich an die nicht-betroffene Allgemeinbevölkerung, ob Fachpublikum oder interessierter Laie, ob jugendlicher oder älterer Mensch. »GRENZen erLEBEN« kann erst ab 16 Jahren und nur mit Voranmeldung besucht werden.“, beschreibt das Museum den besonderen Teil.

kh