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National

Ausschreitungen vor 257. Frankenderby

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 12. August 2014
Quelle: imago

Dem sportlich turbulenten Derby zwischen der Spielvereinigung Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg gingen nicht minder turbulente Szenen voraus. Neben kleineren Delikten beider Fanlager wurde eine 22-jährige U-Bahn Fahrerin durch einen, aus dem Nürnberger Sonderzug geworfenen Feuerlöscher verletzt.

Im Vorfeld des Frankenderbys zwischen Fürth und Nürnberg, das gestern (11.08.2014) im Fürther Ronhof stattfand, kam es laut Polizeiangaben auf den Fanmärschen zu kleineren Zwischenfällen. Sowohl Fürther als auch Nürnberger Fans warfen aus dem Pulk heraus Flaschen in Richtung Polizei. Bei der Einlasskontrolle im Stadion kletterten einige Club-Fans über die Drehkreuze. Die Polizei konnte bisher keine Täter identifizieren, versucht aber mit der Auswertung von Videomaterial neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Club-Fan wirft Feuerlöscher aus Sonderzug

Der schwerste Vorfall des Derbytags ereignete sich einige Stunden vor dem Anpfiff. Nach Aussagen der Polizei im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk wurden die Scheiben eines Nürnberger Sonderzugs um 17.15 Uhr kurz vor der Einfahrt zum Bahnhof Muggenhof eingeschlagen. Als eine U-Bahn entgegenkam wurde ein zunächst unbekannter Gegenstand aus dem Fenster des Sonderzugs geworfen. Im Gespräch mit fanzeit bestätigte der Polizeisprecher der Polizei Mittelfranken erste Vermutungen, dass es sich bei dem Gegenstand um einen Feuerlöscher handelt. Die Frontscheibe der U-Bahn splitterte und verletzte die dahinter sitzende U-Bahn Fahrerin, die daraufhin in ein Krankenhaus gebracht werden musste, dieses aber mittlerweile wieder verlassen konnte.

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Die Strecke wurde für 45 Minuten gesperrt. Der Täter ist bisher noch nicht identifiziert, die Ermittlungen der Kripo Fürth wegen versuchter Tötung laufen nach Informationen der Polizei Mittelfranken auf Hochtouren.

Erwartete Komplikationen nach dem Spiel bleiben aus

Nach dem Spiel konnte seitens der Polizei ein nahezu störungsfreier Einsatz gemeldet werden. Die befürchteten Ausschreitungen nach dem emotionalen Spiel blieben aus. Neben kleineren Delikten und Auseinandersetzungen konnte die Polizei auf einen gelungenen Einsatz zurückblicken, in dem beide Fanlager über die ganze Zeit voneinander getrennt werden konnten. Damit ging das Polizeikonzept für den Derbytag auf, über das fanzeit bereits im Vorfeld berichtete.

Eine Reportage des Morgenmagazins zeigt Videoaufnahmen der Anreise beider Fanlager zum Spiel.

 

st