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National

Ausschreitungen durch versuchten Fahnenklau

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 17. Dezember 2014
Quelle: imago

Bei der Begegnung zwischen Rot Weiß Erfurt und Hansa Rostock am Samstag ist es zu Ausschreitungen gekommen. Vor der Partie versuchten Hansa-Anhänger eine Erfurter Zaunfahne zu erbeuten. Daraufhin gerieten Fans beider Vereine aneinander.

Laut Angaben der Polizei besuchten circa 7.500 Zuschauer, darunter auch 1000 Rostocker Anhänger, die Drittliga-Partie. Der Rostocker Anhang reiste mit Autos und Regionalzügen an. „In den Zügen kam es vereinzelt zu Vorkommnissen. Unter anderem wurde der Hitlergruß gegenüber einem Beamten der Bundespolizei gezeigt, es kam auch zu einer Sachbeschädigung im Zug“, so Polizeisprecherin Judith Schnuphase-Stahn. Die Polizeibeamten fertigten schon hier erste Anzeigen an.

Vor Anpfiff der Partie kletterten Hansa-Fans über den Zaun vom Gästeblock und bewegten sich in Richtung Heimkurve. Dort versuchten sie eine heimische RWE-Zaunfahne zu klauen. Daraufhin kam es zu einer Schlägerei zwischen Rostockern und Erfurtern, die ihre Fahne verteidigten. Ordnungskräfte waren nach kurzer Zeit vor Ort und konnten die Situation entschärfen.

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Während des Spiels wurde im Rostocker Gästeblock vereinzelt Pyrotechnik gezündet. Zwei Jugendliche Hanseaten erhielten Anzeigen von der Polizei, da diese Quarzhandschuhe mit sich führten. Außerdem wurde ein Toliettenhäuschen im Gästebereich in Brand gesetzt. Die Erfurter Polizei wurde am Samstag durch Kräfte aus Thüringer Dienststellen, aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. „Das auf Deeskalation durch Kommunikation beruhende Konzept hat sich bewährt.“ Auch die Rostocker Fans hätten den Einsatz von „Kommunikations-Beamten“ positiv aufgenommen, äußerte sich Schnuphase-Stahn weiter.

 

rs