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National

Aus Hoffenheim wird Hoppenheim

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 17. Dezember 2014
Quelle: imago

Die TSG Hoffenheim steht offenbar vor der Übernahme von Mäzen Dietmar Hopp. Laut Informationen der Bild-Zeitung will der langjährige Geldgeber des Bundesligisten noch in diesem Jahr die Mehrheit der Anteile erwerben. Damit könnte der Software-Milliardär mehr oder weniger frei über die Geschicke des Vereins entscheiden, den er mit massiver finanzieller Unterstützung von der Kreisliga bis in die Beletage des deutschen Fußballs geführt hat.

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Bislang schob die DFL einer Mehrheitsübernahme durch einen Investor durch die 50+1-Regel einen Riegel vor. Doch um das Engagement von Konzernen bei Werksklubs wie Leverkusen und Wolfsburg nicht rückwirkend zu untersagen, hat die DFL die Regel entscheidend aufgeweicht. Wer sich über 20 Jahre lang ununterbrochen und in erheblichem Ausmaß bei einem Verein engagiert, darf demnach auch die Mehrheit der Anteile erwerben. Am 12. Dezember hat die DFL diesen Passus in einem Rundschreiben noch einmal präzisiert. Nun heißt es dort explizit, dass auch Einzelunternehmen die Mehrheit an Profiklubs erwerben können. Eine Lex Hopp.

Der soll laut Bild bereits einen entsprechenden Antrag eingereicht haben. Die DFL soll nun wohl noch bis Weihnachten entscheiden. Da von einem positiven Bescheid auszugehen ist, könnten die mehrheitlichen Stimmrechte schon zum 1. Juli auf Hopp übertragen werden.

Hopp engagiert sich bereits seit 1989 bei der TSG Hoffenheim, für die er selbst früher gespielt hat. Mit einem Investment von geschätzten 350 Millionen Euro bewerkstelligte er den bislang im deutschen Fußball einzigartigen Aufstieg der TSG bis in die 1. Bundesliga.