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National

Aus für den Volksbank-Cup?

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 14. Januar 2015
Quelle: imago

Es sieht nicht gut aus für das Delmenhorster Fußball-Hallenturnier. Drei Tage vor Beginn hat die Stadt Delmenhorst nach Rücksprache mit der Polizei die Sicherheitsauflagen für den Volksbank-Cup drastisch verschärft. Die Turnierorganisation muss sich nun wieder auf Sponsorenjagd begeben.

Begründet wurde die Forderung nach verschärften Auflagen durch die Geschehnisse vom 9. Januar. Beim Stahlhallen-Cup in Cloppenburg war es zu Prügeleien zwischen Polizei und Anhängern des VfB Oldenburg gekommen, nachdem einige Fans die Polizisten durch ein Banner provozierten. Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt und vierzehn verhaftet. Den kompletten Bericht über die Geschehnisse findet ihr hier.

Die neuen Auflagen stellen die Veranstalter vor enorme Probleme. Die Änderungen im Plan verursachen Kosten im vierstelligen Bereich. Unter anderem wurde die Anzahl der Sicherheitskräfte von 15 auf 50 aufgestockt.  Im Interview mit dem Weserkurier erklärte Manfred Imhoff, einer der Organisatoren des Turniers, dass man auf keinen Fall die schon vorhanden Sponsoren erneut um Geld fragen wolle. Neue Sponsoren müssten her. Doch dazu bleiben den Veranstaltern nur 48 Stunden. Begründet hatte Timo Frers, der Stadtsprecher Delmenhorsts die neuen Auflagen mit dem Gefahrenpotential des Events. Die Sicherheit der Besucher müsse gewährleistet sein.

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Zudem erlauben die neuen Bestimmungen nur noch 400 Zuschauer in der Halle. Gerechnet wurde mit 550. Das Fehlen der Einnahmen macht sich im Budget natürlich ebenfalls bemerkbar. Obwohl das Turnier finanziell eigentlich nicht mehr tragbar ist, wollen die Veranstalter es nicht absagen. „Eine Absage des Turniers würde ja auch Kosten verursachen“, meint Murat Kalmis, der das Turnier zusammen mit Imhoff organisiert. Viele Karten seien bereits verkauft und Plakate gedruckt.

Die neuen Richtlinien untersagen außerdem den Verteilung von Karten an Fans von Hannover 96 und brechen damit eine vorher getoffene Abmachung. Ursrpünglich sollten 100 Karten nach Hannover gegeben werden. Die zweite Mannschaft der Niedersachsen tritt ebenfalls im Volksbank-Cup an. Die Stadt Delmenhorst hatte jedoch Befürchtungen geäußert, dass eine große Gruppe Hannoveraner Ultras das Turnier besuchen wolle.

Die Hannoveraner sind nicht die einzige Fangruppierung die dem Turnier fern bleiben. Auch die Unterstützer des VfB Oldenburg boykottieren das Event. Die Begründung von Seiten des Vereins findet ihr hier.

mz