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National

Aue droht neuer Ärger

Autor: Zienau Veröffentlicht: 11. Februar 2015
Quelle: imago

Die Plakat-Aktion einiger Fans von Erzgebirge Aue bringt den Verein in Schwierigkeiten. Mehrere Sponsoren fordern eine Reaktion. Zudem haben die Chemnitzer Polizei und Staatsanwaltschaft eine Voruntersuchung gegen die Urheber der Plakate eingeleitet.

Wie Spiegel Online berichtet, drängen mehrere Sponsoren den Verein zu einer klaren Antwort auf die Provokation der Fans. Diese hatten, während des Spiel gegen RB Leipzig, Plakate und Spruchbänder enthüllt, die den Leipziger Verein sowie Red Bull Gründer Mateschitz mit Nationalsozialisten gleichstellten. Diese Aktion empörte nicht nur die Fans und Management von RB Leipzig, auch Sponsoren und Unterstützer von Erzgebirge Aue erwarten eine Antwort des Vereins. Dieser hatte sich zwar bereits entschuldigt, doch geht das vielen nicht weit genug.

 

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Das Vorstandsmitglied der Erzgebirgssparkasse, die die Namensrechte des Auer Stadions bis 2020 besitzt, sei laut Spiegel Informationen verärgert und empört. Sollten sich solche Fälle wiederholen, werde man überlegen Schritte gegen den Verein zu unternehmen. Sollte Erzgebirge Aue nicht angemessen mit Taten auf derartige Ereignisse reagieren, werde man sich vom Verein distanzieren müssen.

Auch der Sponsor „enviaM“ meldet sich zu Wort:“Wir hoffen, dass es sich um einen einmaligen Vorfall handelt“, sagte Pressesprecher Stefan Buscher: „Im Vertrauen darauf stehen wir zu unserem Vertrag und zu unserem Verein.“

Die Staatsanwaltschaft hat zudem eine Untersuchung aufgrund von der Nutzung „Verfassungswidriger Symbolik“ gegen Unbekannt eingeleitet. Außerdem hat die Polizei Chemnitz selbst drei Ermittlungsverfahren eingeleitet, die sich auf das Plakat und das Spruchband beziehen, sagte die Sprecherin der Beamten dem Sport-Informations-Dienst. Das dritte Verfahren behandelt den Verdacht auf schwere Körperverletzung. Nach dem Spiel waren Fans von Aue auf das Spielfeld gestürmt und hatten die Leipziger Spieler mit Schneebällen und Eisbrocken beworfen. Ein Verfahren wegen Beleidigung wurde nicht eingeleitet, da bislang keine Anzeige dafür eingegangen ist.

Aue hat noch bis zum 16. Januar Zeit sich beim DFB zu den Vorfällen zu äußern. Dem Verein droht eine Geldstrafe von bis zu 150.000 Euro. Zudem können bei schweren Fällen Geisterspiele oder Punktabzüge verhängt werden.