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International

Atlético Madrid verbannt „Frente“ aus dem Stadion

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 03. Dezember 2014
Quelle: imago

Die Ausschreitungen zwischen Fans von Atlético Madrid und Deportivo La Coruna hatten einen toten Deportivo-Anhänger zur Folge. Der Hauptstadtclub hat nun die Ultragruppe „Frente“ im Stadion verboten und will gegen jegliche Symbolik der Gruppierung im Stadion vorgehen. 

Informationen der Website von Atlético zu Folge, gründete der Verein bereits am Sonntag Abend eine Komission, welche die Auseinandersetzungen zwischen beiden Fanlagern aufarbeitete. „Wir haben uns dazu entschieden, Frente Atlético als Strafe auszuschließen. Eine Sache ist, sie zu verbannen. Eine andere Sache ist, sie aufzulösen. Ich bin aber niemand, der die Gruppe auflösen kann“, äußerte sich  Präsident Miguel Ángel Gil Marín zu den Vorfällen. Der Verein wird gegen jegliche Symbolik der Gruppe im Stadion vorgehen.

Insgesamt wurden 15 Atlético-Anhänger von der Polizei festgenommen, darunter auch acht Vereinsmitglieder. Täter, die Mitglieder des Vereins sind, soll die Mitgliedschaft auf Lebenszeit gekündigt werden. Der Verein kündigte bei weiteren Tatverdächtigen ähnliche Maßnahmen an.

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Auch in Deutschland sorgte „Frente“ bereits für Aufmerksamkeit. Die spanische Ultragruppe, denen rechtsextreme Tendenzen nachgesagt werden, ist mit den „Bushwhackers“ aus Düsseldorf befreundet. Das Zeigen der Frente-Fahne beim Auswärtsspiel in Darmstadt löste eine Prügelei innerhalb der Fortuna-Fanszene aus.

UPDATE:

Auch Deportivo reagiert und verbannt die Ultragruppe „Riazor Blue“ aus dem Stadion. La Corunas Präsident Tino Fernandez habe in einem Radiosender gesagt:“Ich bin sicher, dass es keine Riazor Blues mehr im Estadio Riazor geben wird.“ Dies berichtet Spiegel Online. „Als erste Maßnahme werden wir den Block der Riazor Blues in den nächsten zwei Heimspielen schließen“, wird der Präsident weiterführend zitiert.

 

rs