Anzeige

National

Antisemitismus beim Brandenburg-Derby

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 21. November 2016
Quelle: imago

Am Samstag kam es im Stadion der Freundschaft zum Brandenburg-Derby zwischen dem FC Energie Cottbus und dem SV Babelsberg 03. Überschattet wurde die Partie von antisemitischen Vorfällen.

So wurden die Gästefans aus Babelsberg auf dem Weg zum Stadion mit Schmierereien wie „Babelsberg vergasen“ und „Juden 03“ begrüßt. Zudem sangen Energie-Fans „Arbeit macht frei – Babelsberg 03“.

Im Stadion selbst wurde zudem der Neonazi Christoph Drewer im Block der Energie-Fans gesichtet. Drewer ist stellvertretender Vorsitzender der Partei „Die Rechte“.

Die politische Dimension, die diese Begegnung zweifellos hatte, griff auch die Cottbuser Ultragruppe Ultima Raka auf. Trotz des vom Verein ausgesprochenen Choreo-Verbots präsentierte die Gruppe zu Spielbeginn eine Blockfahne, einige Fahnen mit dem Gruppenlogo sowie ein Spruchband mit der Aufschrift „Für Zecken sind wir Nazis – Für Nazis sind wir Zecken“ – wohl eine Anspielung auf das eigene Selbstverständnis als streng „unpolitisch“.

Auf dem Platz sorgte die Mannschaft des FC Energie für klare Verhältnisse in Brandenburg und schlug Babelsberg mit 3:0.

Update: Mitterweile hat sich auch der FC Energie Cottbus zu den Vorfällen zu Wort gemeldet. Auf seiner Homepage distanziert sich der Verein von den „abwertende[n] und vereinzelt rechtsgesinnte[n] Parolen“. Der Klub will die Ereignisse nun aufarbeiten und auswerten und identifizierte Personen im Rahmen seiner Möglichkeiten bestrafen.