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National

Ansgar Brinkmann feiert den Auftritt der Dynamo-Fans

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 17. Mai 2017
Quelle: imago

Nach wie vor sorgt der martialische Auftritt der Fans von Dynamo Dresden in Karlsruhe für Gesprächsstoff. Während sich Funktionäre und Politiker mit Forderungen nach drastischen Konsequenzen gegenseitig übertrumpfen, zeigt sich ein ehemaliger Dynamo-Profi regelrecht begeistert von der Aktion. 

Auf seiner Facebook-Seite lobte Ansgar Brinkmann die Dynamo-Fans für ihr „offenes Visier“ und schoss gegen DFB und FIFA. „Irgendwann holt sich die Straße den Fußball zurück“, so der „weiße Brasilianer“, der während seiner aktiven Karriere auch ein Jahr für Dynamo spielte.

Auf Nachfrage von Sport1 ruderte Brinkmann zwar etwas zurück und sprach davon, dass „Krieg“ nicht der richtige Ausdruck sei. Inhaltlich ließ er sich von seiner Position jedoch nicht abbringen und forderte Verständnis für die Emotionen der Fans: „Man darf sich auch nicht alles vom DFB und von der FIFA gefallen lassen“, so der ehemalige Profi und nannte als Beispiel etwa die willkürliche Vergabe von Stadionverboten.

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Wenig später legte Brinkmann dann bei Facebook noch einmal nach und arbeitete sich an DFB-Präsident Reinhard Grindel ab: „Grindel hat nur beim DFB aufgeräumt um Beckenbauer u Niersbach aus dem Weg zu Räumen ………so ist Er scheinheilig an die Macht gekommen ……..so arbeiten Korrupte Politiker ……….ich will aber Menschen mit Empathie für Fußball u nicht Politiker wir Grindel beim DFB!“

Auch dass Grindel kein Veto gegen die Absetzung der FIFA-Ethikkommision eingelegt habe, kritisiert Brinkmann. Darüber hinaus spricht sich der Ex-Profi gegen weitere Anstoßzeiten aus: „Ich will auch nicht 7 Tage die Woche ein Bundesligaspiel ………….oder ein Pokalfinale in China !!!!!! Kein Derby schalke gegen Dortmund was in Dubai ausgetragen wird weil ein Scheich das Spiel bei Ebay ersteigert hat für 25 Millionen Silberlinge!“

Nach dem Auftritt der Dynamo-Fans in Karlsruhe, bei dem 21 Ordner und 15 Polizisten verletzt wurden, fordern einige Politiker unterdessen drastische Konsequenzen wie die Einführung personalisierter Tickets auch bei Heimspielen. Hannover-96-Präsident Martin Kind sprach sich durch die Blume sogar für die Abschaffung von Stehplätzen aus. Gegenüber der Welt sagte er: „In England hat die Politik schon vor Jahren ein Stehplatzverbot eingeführt. In Deutschland gibt es dafür bisher leider keine Mehrheiten.“

Ohnehin droht Dynamo Dresden eine hohe Strafe durch den DFB. Der Kontrollausschuss der Verbands hat die Ermittlungen gegen den Verein bereits aufgenommen.

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