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National

Angst vor Ulmer Fans: Wangen scheidet freiwillig aus

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 18. September 2014
Quelle: imago

Die nächste Runde im Pokal des Württembergischen Fußballverbands wird der Verbandsligist FC Wangen nicht erreichen. Ein Platz im Kuriositätenkabinett ist dem Verbandsligisten dagegen sicher.

Nachdem der Klub aus dem Allgäu von den Ausschreitungen bei der Partie in Ravensburg Wind bekommen hat, hat sich der Verbandsligist zu einer einigermaßen originellen Entscheidung durchgerungen: Er tritt im Pokal-Achtelfinale einfach nicht an. Selbst ein Tausch des Heimrechts hat der Klub abgelehnt – aus Angst vor erneuten Ausschreitungen.

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Auf der Homepage des FCW heißt es dazu: „Nach reiflicher Überlegung und Beratung mit der Polizei sind wir aufgrund der Ausschreitungen beim Oberligaspiel, FV Ravensburg – SSV Ulm 46, zu dem Entschluss gekommen, dass wir das WFV-Pokalspiel am 1. Oktober gegen den SSV Ulm absagen. Auf den Tausch des Heimrechtes wurde ganz bewusst verzichtet. Diese Entscheidung ist uns unter dem sportlichen Aspekt sehr schwer gefallen ist, uns ist jedoch auch die Sorgfaltspflicht gegenüber allen Fans, Zuschauern, Spielern beider Mannschaften, Schiedsrichtern und dem Sportgelände äußerst wichtig.“

Dem Klub droht nun sogar ein Sportgerichtsverfahren und aller Voraussicht nach ein Bußgeld. Vor allem aber ist der Pokalwettbewerb damit vorzeitig beendet. Auch für die Verbandsoberen sicher keine Wunschergebnis.

Der SSV Ulm hatte nach den Ausschreitungen bereits Überlegungen angestrengt, bei Heimspielen ein Alkoholverbot auszusprechen. Ferner steht zur Diskussion, dass der SSV ein Fanprojekt einrichtet.