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International

Angst vor Fußballfans: Schweizer Ladenbesitzer sollen Geschäfte schließen

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 07. November 2014
Quelle: flickr | CC BY-SA 4.0

Mit einem eher unüblichen Rat hat die Kantonspolizei St. Gallen auf sich aufmerksam gemacht: Bei der An- und Abreise von Fußballfans wird Ladenbesitzern geraten, ihr Geschäft kurzzeitig zu schließen.

Im Normalfall sollte man erwarten, dass Geschäfte sich nicht vor potenziellen Kunden fürchten sollten. Vor zwei Wochen allerdings hatten rund 50 Anhänger des GC Zürich eine Tankstelle „überfallen“ und dabei erhebliche Mengen Bier gestohlen. Die Fans waren auf dem Rückweg vom Gastspiel beim FC Vaduz, dem Liechtensteiner Vertreter in der Schweizer Super League. In der Folge hatte der Gastgeberverein die Summe ersetzt, woraufhin sich wiederum die Grasshoppers zu Wort meldeten und sich für die Vorkommnisse entschuldigten.

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Für die Zukunft hat die Polizei nun den rigorosen Rat ausgesprochen, die Geschäfte unmittelbar vor und nach dem Spiel einfach zu schließen. Denn „Fussballfans verhalten sich nicht so, wie es sein müsste“. Der Vorschlag von „Kapo“-Mediensprecher Hanspeter Krüsi zielt auf alle Ladenbesitzer auf der Route zwischen Vaduz und Sargans, denn hier endet für Fußballreisende die Bahnstrecke. Am Sonntag empfängt der Aufsteiger aus dem Fürstentum den Tabellenführer FC Basel.

Die Empfehlung ist nicht verpflichtend, auch wenn einige Schweizer Geschäfte bei Risikospielen gewisse Auflagen von der Stadtverwaltung zu erfüllen haben und beispielsweise alkoholische Getränke aus dem Sortiment nehmen. Andere Betreiber verlassen sich auf Sicherheitskräfte, weil sie sich den Umsatz durch die überwiegend friedlichen Fans nicht entgehen lassen wollen.

moG