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International

Angriff auf Spieler: Rapid-Fans vor Gericht

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 01. August 2014
Quelle: imago

Insgesamt zehn Rapid-Fans müssen sich heute im Wiener Straflandesgericht wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Nach einem Training im April sollen sie den jungen Austria Wien-Spieler Valentin Grubeck niedergeschlagen haben.

Die vermeintlichen Täter waren dabei angeblich mit Schals und Kapuzen vermummt und warteten am Parkplatz vor dem Austria-Stadion, wie Wien.ORF berichtet. Der 19-Jährige soll geschlagen und getreten worden sein, „wobei dieser Prellungen und leichte Abschürfungen erlitt.“

Auch wenn er nicht stark verletzt ist, stellt die Staatsanwältin einen Antrag wegen schwerer Körperverletzung, „weil sie den Angeklagten unterstellt, in ‚verabredeter Verbindung‘ vorgegangen zu sein.“ Dafür müssen laut Strafgesetzbuch mindestens drei Angreifer erforderlich sein. Der Strafrahmen geht bis zu drei Jahren Haft.

 

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Ein Wiederholungstäter wurde vom Opfer identifiziert

Der Hauptangeklagte ist dabei anscheinend kein Unbekannter, soll der 21-Jährige doch auch bei den Verhandlungen der 26 Rapid-Fans vor Gericht stehen, die sich wegen Ausschreitungen gegen Polizisten und Ordner beim Freundschaftsspiel gegen Nürnberg im September 2013 zu verantworten haben.

Der Nachwuchsspieler soll den Hauptangeklagten und einen weiteren mutmaßlichen Mittäter identifiziert haben. Bis dato haben alle Beschuldigten von ihrem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Acht Angeklagte bekannten sich als „nicht schuldig“. Der Hauptangeklagte gibt seine Tat zu, bestreitet allerdings die Verabredung. Die anderen Personen seien mindestens 30 Meter entfernt gewesen und nur ein einziger hätte sich in der Nähe befunden. Ebenso überwies der Haupttäter 3.840 Euro an Schmerzensgeld. Eine Urteilssprechung ist für den Nachmittag angesetzt.

 

jh