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National

Alemannia Aachen verbietet Anti-Nazi-Banner

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 22. September 2014
Quelle: imago

Alemannia Aachen hat sich in den vergangenen Jahren nicht unbedingt einen Ruf als als Vorzeige-Verein im Umgang mit rechten Problemen in der Fankurve erarbeitet. In seiner Stadionordnung untersagt der Regionalligist zwar explizit „menschenverachtende, gewaltverherrlichende, rassistische, fremdenfeindliche, rechts- oder linksradikale, politisch-extremistisch, obszöne, anstößige oder provokative, beleidigende Parolen zu äußern oder zu verbreiten bzw. durch Gesten eine rechtsradikale Haltung kundzugeben.“ Dies allerdings auf Papier, respektive ein Spruchband zu bringen, ist am Tivoli offenbar nicht opportun.

Die Ultras Krefeld beklagen, dass sie beim Spiel am Samstag ein Spruchband mit der vermeintlich konsensfähigen Aufschrift „Kein Bock auf Nazis!“ nicht mit ins Stadion hätten bringen dürfen. Inzwischen hat auch ein Vertreter der Alemannia gegenüber fanzeit den Vorfall bestätigt. Offenbar hatte der Verein die hervorgehobenen Buchstaben KBU für „Karlsbande Ultras“ als unnötige Provokation gegenüber den eigenen Anhängern empfunden.

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Die Krefelder Ultras sind sich in ihrem Urteil derweil klar. Auf ihrer Homepage schreibt die Gruppe: „Am Ende sei noch eins gesagt: Vergesst alles, was ihr bisher mit dem Verein Alemannia Aachen und seinem Gequatsche *Rassismus und Extremismus haben am Tivoli keinen Platz‘ (u.a. auf jeder Eintrittskarte zu finden) gehört habt! Wer es vorher nicht eh schon durchschaut hat, dass diese Aussagen von vorne bis hinten komplett gestunken und erlogen sind, bekam heute die Wahrheit knallhart serviert. Ein Spruchband ‚Kein Bock auf Nazis!‘ wurde kurz und knapp mit denn Worten ‚So was will hier in Aachen keiner haben‘ abgelehnt und sollte durch den Sicherheitsdienst entsorgt werden. Zumindest Zweites konnte so gerade noch verhindert werden. Die örtliche Hundertschaft drohte darauf mit Gewahrsam, falls nicht sofort das Verbot akzeptiert wird. Willkommen bei Alemannia Aachen – der Verein, der sich selber verarscht und verarschen lässt!“

 

ak