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Aktionsspieltag: Fanszenen fordern Freigabe aller Fanutensilien

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 23. Januar 2018
Quelle: imago

Vor der Winterpause haben zahlreiche Fanszenen DFB und DFL einen gemeinsamen Forderungskatalog überreicht, in dem sie Punkte ansprechen, die aus ihrer Sicht dringend geändert werden müssen. Einer dieser Punkte ist die bundesweite Freigabe Freigabe sämtlicher Fanmaterialien. Um dafür ein Zeichen zu setzen, organisieren die beteiligten Fanszenen am kommenden Wochenende einen Aktionsspieltag. 

In den ersten zwölf Minuten ihrer jeweiligen Partien wollen die Fans auf sämtliche Fanutensilien, wie Fahnen, Megafone und Trommeln verzichten. Erst danach sollen die Materialien dann wie gewohnt zum Einsatz kommen.

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„Mit diesem Kontrast möchten wir darauf hinweisen, was für eine Tristesse möglicherweise in einigen Jahren in den deutschen Stadien vorherrscht, wenn wir nicht jetzt sofort gegensteuern. Gleichzeitig möchten wir ein unmissverständliches Zeichen nach Frankfurt senden, dass die Herren ihren ganzen Worten nach wie vor Taten schuldig sind!“, heißt es in der Ankündigung.

Trotz eines Empfehlungsschreibens des DFB an die Vereine aus dem Jahr 2014, „grundsätzlich auf Materialeinschränkungen zu verzichten“, sehen sich Fußballfans in Deutschlands Stadien mit einer Vielzahl an vereins- und spielabhängige Regelungen bezüglich der Erlaubnis von Fanutensilien konfrontiert. „Der neuste Clou aus Frankfurt ist die Beschränkung der erlaubten Taschengröße auf DIN-A4, was einen Spielbesuch in einer englischen Woche, in welcher man eh schon schauen muss, dass man pünktlich von der Arbeit abhauen kann, erheblich und unnötig erschwert“, klagen die Fanszenen.

Die nun angestrebte Freigabe aller Fanutensilien sei „unproblematisch und unbürokratisch durchsetzbar“. Dies habe bereits die vorübergehende Aussetzung der Kollektivstrafen in der Hinrunde gezeigt. „Auch wenn es sich hierbei um zwei verschiedene Sachgebiete handelt, zeigt sich, dass die Probleme angepackt werden können, wenn man denn will.“