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National

Ärger um Thüringer Landespokalfinale

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. Mai 2016
Quelle: imago

Am 28. Mai steigt das Finale im Thüringer Landespokal zwischen Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt. Doch im Vorfeld gibt es Ärger um den Austragungsort und die Kartenvergabe. 

Fest steht, dass die Partie im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena stattfinden wird. Somit genießt der klassentiefere Verein aus der Regionalliga gegen den Drittligisten aus Erfurt Heimrecht, was laut Spielordnung des Thüringer Fußballverbandes kein Zwang ist, in den letzten Jahren jedoch üblicherweise so gehandhabt wurde. Was die Erfurter jedoch noch mehr verärgert, ist die Tatsache, dass die Anhänger der Rot-Weißen für das Finale nur 1.200 Tickets zur Verfügung gestellt bekommen.

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„Mehrere Verhandlungen seitens des FC Rot-Weiß mit dem Thüringer Fußball-Verband als Veranstalter führten leider nicht dazu, dass dem Verein ein höheres Kartenkontingent bereitgestellt wird“, gibt der Verein auf seiner Facebook-Seite bekannt. „Das vereinbarte Sicherheitskonzept der Verantwortlichen lässt leider kein größeres Kontingent für unsere Fans zu. Wir bedauern das sehr und haben auch unsere Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht“, so RWE-Vizepräsident Thomas Kalt.

„Wir fühlen uns stark benachteiligt“, schimpft auch Konstantin Krause, der Leiter der RWE-Geschäftsstelle beim MDR. „Wir haben den Eindruck, dass Jena ein Heimspiel erhält. Das kann nicht sein. Es gibt nicht die gleiche Anzahl von Tickets, wo ist da die Neutralität eines Finales. Wir sind verärgert, das ist kein faires Spiel!“

Mehr Karten wird es für die Erfurter jedoch definitiv nicht geben. Daher will der Verein die wenigen verfügbaren Karten nun „möglichst gerecht“ unter den eigenen Fans verteilen. „Dabei berücksichtigen wir in entsprechenden Kontingentgrößen sowohl unsere „aktive“ Fanszene, die Dauerkarteninhaber und Mitglieder“, so Vizepräsident Kalt.