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National

Ärger über Dynamo-Stimmungshoheit im Stadion der Freundschaft

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 07. April 2016
Quelle: imago

Am Samstag empfing Energie Cottbus die SG Dynamo Dresden zum Ostduell. Nicht nur die Niederlage gegen den Rivalen aus Dresden ärgerte die Energie-Fans dabei, auch die Stimmungshoheit der rund 5.000 mitgereisten Dresdner stößt den Cottbusern sauer auf. 

So kritisiert die Cottbuser Ultragruppe Ultima Raka auf ihrer Homepage auch die eigene Anhängerschaft, die die Stimmungshoheit der Dynamo-Fans im Stadion der Freundschaft überhaupt erst zugelassen habe. „Da präsentierte sich das Stadion der Freundschaft gerade einmal noch zu zwei Dritteln in Rot-Weiß – in einer Stunde, in der einen der angeblich doch so verehrte Verein am nötigsten braucht, fern zu bleiben (oder fernzuschauen) stellt einem Jeden, der dafür keinen wirklich wichtigen Grund hat, ein Armutszeugnis aus“, heißt es auf der Website von Ultima Raka. „Auch wenn die Empörung über allzu viele Dresdener im Heimbereich noch so groß ist, sollte die erste Frage immer lauten: Wer lässt das denn zu?“

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Darüber hinaus werfen die Ultras ihrem Verein vor, sich nicht an die eigene Stadionordnung zu halten. Diese besagt, dass Gästefans durch den Ordnungsdienst umgesetzt oder des Stadions verwiesen werden dürfen, wenn sie sich in Heimbereichen aufhalten. „Natürlich wäre es töricht, komplette Blöcke räumen zu lassen“, schränkt auch Ultima Raka ein, fragt aber dennoch: „Wie kann es aber sein, dass eine gelb-schwarze Fahne über die gesamte Spieldauer die Osttribüne verunstalten darf? Schürt dies nicht mindestens genauso viele Aggressionen wie der Schal eines Anhängers?“

Trotz dieser ärgerlichen Ereignisse vom Samstag geben sich die Cottbuser Ultras im Abstiegskampf weiterhinkämpferisch, auch wenn sie eingestehen, dass sie den Appell „Auf geht´s Cottbus kämpfen und siegen!“ immer flehentlicher formulieren.