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National

Aachener Ultras versuchten, Sitzplatztribüne zu stürmen

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 13. Oktober 2014

Das Pokalspiel beim FC Wegberg-Beeck war für den Favoriten aus Aachen reichlich nervenaufreibend. Trotz zweier Platzverweise setzte sich der Regionalligist schließlich knapp mit 1:0 durch. Entsprechend hitzig ging es auch auf den Rängen zu – einige Werbebanden etwa wurden von mitgereisten Alemannia-Fans offenbar nicht eben pfleglich behandelt. Außerdem sollen etwa 60 Alemannia-Fans, unter anderem auch aus dem Umfeld der Ultra-Gruppe „Karlsbande“ versucht haben, auf die Sitzplatztribüne vorzudringen.

Der Verein hat sich für das Verhalten seiner Anhänger bereits öffentlich entschuldigt. „Vor und während des sehr hektischen Spiels gegen den Mittelrheinligisten kam es zu Vorkommnissen, die der Verein verurteilt und gemeinsam mit den Ordnungsbehörden aufarbeiten wird“, schreiben die Schwarz-Gelben auf ihrer Website. Nach kurzer Diskussion mit den Sicherheitskräften konnte die Lage allerdings gleich wieder beruhigt werden.

 

Dennoch beklagt sich Günter Stroinski, 1. Vorsitzender des Mittelrheinligisten in der RP: „Unsere Spieler sind an der Gegengeraden bespuckt, beleidigt und mit Bierbechern beworfen worden. Das war wirklich unterste Schublade. Vielleicht war es daher doch ein Fehler, nicht das Heimrecht getauscht zu haben. Solche Chaoten haben wir im Waldstadion aber noch nie gehabt – auch die Fans von Rot-Weiss Essen waren bei weitem nicht so schlimm.“ Die Reparaturkosten für die Schäden schätze er auf rund mehrere Tausend Euro.

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Alemannia Aachens Stellungnahme im Wortlaut:

Zur Erstrundenpartie im Bitburger Pokal reiste die Alemannia am Samstag zum FC Wegberg-Beeck. Rund 1000 Anhänger hatten die Elf von Peter Schubert ins Beecker Waldstadion begleitet. Vor und während des sehr hektischen Spiels gegen den Mittelrheinligisten kam es zu Vorkommnissen, die der Verein verurteilt und gemeinsam mit den Ordnungsbehörden aufarbeiten wird.

Noch vor dem Anstoß versuchten einige Mitglieder Aachener Ultragruppierungen, sich ohne gültige Karte Zutritt zur Sitzplatztribüne zu verschaffen. Nach längeren Diskussionen verließen sie die Tribüne wieder und kehrten auf die Stehplätze zurück. Zudem wurden während der Partie mehrere Werbebanden beschädigt.

Die Alemannia entschuldigt sich ausdrücklich für das Verhalten einiger Zuschauer beim Gastgeber FC Wegberg-Beeck.