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National

Aachen verbietet Solidarität mit Stadionverbotlern

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 10. November 2014
Quelle: imago

Oft musste sich Alemannia Aachen in den letzten Jahren vorwerfen lassen, im Kampf gegen rechtsextreme Auswüchse nicht entschlossen genug durchzugreifen. Nun will der Regionalligist es aber offenbar wissen. Nachdem der Klub zuletzt ein erneutes Symbolverbot gegen die „Karlsbande“ ausgesprochen hatte, hat die Alemannia einen neuen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Darin verbietet die Alemannia nicht nur alle Symbole der „Hooligans gegen Salafisten“, sondern sogar Fahnen und Plakate, die sich mit Stadionverbotlern solidarisieren oder gegen Stadionverbote aussprechen.

„Es ist deutlich geworden, dass es sich bei der „HoGeSa“ um eine gewaltverherrlichende Vereinigung mit ausländerfeindlichen Tendenzen handelt. Daher untersagt die Alemannia diese Symboliken und wird das Verbot in die Stadionordnung aufnehmen“, sagt Alemannia-Geschäftsführer Alexander Mronz.

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Des Weiteren werden bereits zum Heimspiel gegen Rödinghausen alle Fahnen und Plakate mit der Aufschrift „Gegen alle Stadionverbote“ oder „Stadionverbotler haltet durch“ und ähnliche Fahnen, die sich eindeutig gegen Stadionverbote aussprechen, am Tivoli verboten.

„Die Gremien der Alemannia werden zudem zeitnah einen „Runden Tisch“ mit Vertretern des Fanprojekts sowie der Fan-IG einberufen und den Austausch mit den Ordnungsbehörden weiter intensivieren“, so Dr. Christian Steinborn, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Alemannia Aachen GmbH.

Alemannia Aachen setzt künftig zudem verstärkt auf den Dialog mit Experten. So wird der Klub eine langfristige Zusammenarbeit mit Angelika Ribler vom Institut für SportMediation und KonfliktManagement (Hanau) anstreben. Angelika Ribler ist ausgebildete Sportmediatorin und Gewinnerin des Julius-Hirsch-Ehrenpreises 2010. Mit dem Julius-Hirsch-Preis würdigt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Personen, Initiativen und Vereine, die sich „beispielhaft und unübersehbar für die Unverletzbarkeit der Würde des Menschen und gegen Antisemitismus und Rassismus, für die Vielfalt aller Menschen und für Verständigung und gegen Ausgrenzung von Menschen“ einsetzen.