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National

96-Fans wollen 50+1 retten

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 30. März 2016
Quelle: imago

Zur Saison 2017/2018 will Martin Kind mit seiner Investorengruppe die Mehrheit der Stimmanteile an der ausgegliederten Profi-Abteilung von Hannover 96 übernehmen. Weil er dann „seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert“ hat, dürfte er laut DFL-Statuten die 50+1-Regel umgehen. Doch ein Fanbündnis will das verhindern. 

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Interessengemeinschaft „Pro Verein 1896“ nennt sich dieses Bündnis, das auf der anstehenden Jahreshauptversammlung drei Kandidaten für die Wahl zum Aufsichtsrat stellt. Auf ihrer Homepage stellt die Initiative nun ihre Ziele vor. Diese sind neben der Stärkung von Breitensport und Aufsichtsrat im Verein die Bewahrung der 50+1-Regel sowie die Sicherung der Mitbestimmung der Mitglieder.

„Die ausgegliederten Profi- und Amateurmannschaften sollen auch in Zukunft fest mit dem Verein verbunden bleiben, eine bloß symbolische Verbindung lehnen wir ab. Die Vorgaben der 50+1-Regelung müssen deshalb auch in Zukunft gelten“, fordert das Bündnis und ergänzt in Richtung Martin Kind: „Das sollte für dem Verein verbundene Investoren auch kein Hindernis sein.“ Zudem will sich die Initiative dafür einsetzen, dass die Regelung der DFL weiter entwickelt wird, „damit finanzielle Mittel nicht nur in den Profifußball fließen, sondern der gesamte Breitensport davon profitiert.“

Die Mitbestimmung der Mitglieder will „Pro Verein“ durch Änderungen an der Vereinssatzung stärken, welche die Kandidaten Dr. Andreas Hüttl und Ralf Nestler erarbeitet haben und die auf der Mitgliederversammlung zur Abstimmung stehen. Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat in seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion gegenüber dem Vorstand gestärkt werden. Neben entsprechenden Regelungen stellt die Initiative daher auch drei Kandidaten für die Wahl zum Aufsichtsrat.