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96-Fans kandidieren für Aufsichtsrat

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 18. März 2016
Quelle: imago

2018 wird Martin Kind vermutlich die Mehrheit der Stimmanteile an der ausgegliederten Profi-Abteilung von Hannover 96 übernehmen. Denn dann hat er „seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert“ und darf somit laut DFL-Regularien die 50+1-Regel umgehen. Um ihre Mitbestimmung auch in diesem Fall zu sichern, werden die Fans von Hannover 96 schon jetzt aktiv.

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Wie die Interessengemeinschaft „Pro Verein 1896“ nun bekanntgab, will die Initiative für die Jahreshauptversammlung am 26. April 2016 drei Kandidaten für den Aufsichtsrat stellen. Dabei handelt es sich um die Anwälte Ralf Nestler und Andreas Hüttl, sowie den ehemaligen Fanbeauftragten, Sebastian Kramer.

Die Initiative betont, dass es sich bei ihrem Anliegen weder um einen „Putsch im Verein“ noch um die Abwahl von Martin Kind als Präsident handle. „Vielmehr geht es uns darum, dass der Aufsichtsrat – seinem Namen entsprechend – wieder verstärkt seine eigentliche Rolle, nämlich die Aufsichts- und Kontrollfunktion, gegenüber dem Vorstand ausübt“, heißt es von der IG.

Inhaltlich geht es den Kandidaten vor allem um „Themen wie 50+1, die damit zusammenhängende Verbindung zwischen e.V. und der Profimannschaft von Hannover 96, die Möglichkeiten der Mitgliedermitbestimmung oder die Rolle des Breitensports im e.V.“ Die IG „Pro Verein 1896“ hegt die Befürchtung, „dass der Aufsichtsrat in der aktuellen Besetzung nicht die Entscheidungen treffen würde, die sich viele Fans und aktive Vereinsmitglieder wünschen.“ Daher werden die Fans nun selbst tätig.