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National

75 Dollar für ein Autogramm

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 29. Juli 2014
Quelle: imago

„Neue Märkte erschließen“ nennen die Marketing-Chefs von Fußballverein es in der Regel, wenn sie mit ihren Klubs durch Malaysia, China oder Indien touren. Auch der FC Bayern startet morgen seine einwöchige USA-Reise. Anstatt neue Fans zu gewinnen, könnte der Verein mit einer teuren Autogrammstunde in New York aber möglicherweise erst einmal einige Interessierte vergraulen. 

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Bevor amerikanische Bayern-Fans die Gelegenheit bekommen, sich ein Autogramm von Javi Martinez, Julian Green oder David Alaba zu sichern, müssen sie erst einmal für mindestens 75 Dollar (etwa 55 Euro) Merchandise-Artikel der Münchner im Adidas-Store in New York kaufen. Im Kleingedruckten der Ankündigung finden sich aber auch noch weitere Einschränkungen: Das Tragen eines Bändchens, das man nach dem Einkauf erhalte, sei keine Garantie für ein Autogramm. Ohnehin bekomme man maximal ein Autogramm von jedem Spieler, Fotos machen ist komplett verboten. Auch das Erscheinen der Spieler könne nicht garantiert werden.

Fanfreundlicher zeigt sich dagegen zur gleichen Zeit übrigens ein anderer Bayern-Sponsor: Im Paulaner Bräuhaus sollen Xerdan Shaqiri und Holger Badstuber Autogramme geben, dazu gibt es eine Zwei-für-Eins-Aktion auf Bier, Wein und Cocktails.

Update: Der FC Bayern hat sich übrigens mittlerweile von der Aktion distanziert: Gegenüber der „tz“ sagte Pressesprecher Markus Hörwick, dass der Verein von den Maßnahmen nichts gewusst habe und eine Absage erwäge, falls die Fans weiterhin zahlen müssen, um Autogramme zu bekommen.
fn