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National

„50+1 als integraler Bestandteil des deutschen Fußballrechts“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 27. November 2015
Quelle: imago

In einem Antrag an die DFL hatte der FC St. Pauli zuletzt gefordert, dass Investoren- und Werksvereine weniger TV-Geld erhalten, und damit für viel Aufsehen gesorgt. Nun äußert sich erstmals der Verein selbst zum Thema.

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Demnach gehe es dem Klub keineswegs um die Forderung nach Einzelvermarktung oder die Aufkündigung der Solidargemeinschaft, wie es Vertreter des VfL Wolfsburg oder von Bayer Leverkusen zuletzt angemahnt hatten. „Das bestehende System steht nicht zur Disposition und wird vom FC St. Pauli ausdrücklich unterstützt“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. Vielmehr gehe es „um Chancengleichheit und die Integrität des Wettbewerbs.“

Mit seinem Antrag will sich der FC St. Pauli dafür einsetzen, dass für die Vereine, die sich aufgrund einer Ausnahmeregelung nicht an die „50+1“-Regel halten, ein „wirtschaftlicher Ausgleich“ erfolgt. Dabei soll nach Willen des Klubs die (Nicht-)Einhaltung der „50+1“ als zusätzliches Kriterium zu den bisherigen sportlichen für die Verteilung der Fernsehgelder herangezogen werden.

„Der FC St. Pauli setzt sich mit diesem Antrag für die Stärkung der 50+1-Regel ein, weil diese integraler Bestandteil des deutschen Fußballrechts und der Garant für die Grundwerte des deutschen Fußballs ist. Sie steht für die traditionellen Werte des deutschen Fußballs und soll ihn davor bewahren, zum Spielball interessierter, finanzkräftiger Einflussnehmer von Außen zu werden. Die Regel und der Antrag sollen einen ausgewogenen Wettbewerb sicherstellen“, heißt es in der Stellungnahme.