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National

250 Euro für die Flasche Bier und keine vollen Züge

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 06. Mai 2015
Quelle: imago

Die Bundespolizei erlässt vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Werder Bremen am kommenden Samstag einige restriktive Maßnahmen, um mögliche Zwischenfälle zu verhindern.

So gilt mit Ausnahme von IC- und ICE-Zügen auf allen Bahn-Verbindungen von und nach Hannover ein Verbot von Glasflaschen, Pyrotechnik, Vermummungsgegenständen und Schutzbewaffnung. Selbst Fahrgäste, die nicht zu der Partie anreisen, müssen demnach bei Zuwiderhandlung mit einer Strafe von 250 Euro rechnen. Die Verordnung gilt am Spieltag in der Zeit von 9 Uhr bis 15 Uhr und 17 Uhr bis 23 Uhr.

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Damit nicht genug. Ungeachtet des Bahnstreiks will die Bundespolizei eine „die Sicherheit gefährdende Überfüllung“ der Züge verhindern. „Im Schutz besonders voll besetzter Nahverkehrszüge sind in der Vergangenheit nicht nur unbefugt Lautsprecherdurchsagen getätigt, die Beleuchtung ausgeschaltet und die Türschließungen verhindert, sondern auch die Notbremsen betätigt, unbeteiligte Reisende sowie DB-Personal belästigt, beleidigt und in Einzelfällen auch geschlagen worden“, heißt es zur Begründung.

Wann genau die Überfüllung aber die Sicherheit gefährdet, liegt augenscheinlich im Ermessensspielraum der Beamten. Für den Zweifelsfall sind Passagiere also gut beraten, sich auf längere Wartezeiten einzurichten – und einen ausreichenden Vorrat (Plastik-)Flaschen einzupacken.