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National

1860-Fans kämpfen für 50+1

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 19. Januar 2016
Quelle: imago

Peter Cassalette, Präsident des TSV 1860 München, reiste kürzlich nach Abu Dhabi, um Gespräche mit Investor Hasan Ismaik zu führen. Unter anderem ging es dabei um die 50+1-Regel, die Ismaik bislang davon abhält, die Mehrheit der Stimmanteile am Verein zu übernehmen. Die Fans der Löwen fürchten, dass der Verein versuchen könnte die Regel auf Druck des Investors aufzuweichen und kämpfen um ihren Erhalt. Der Investor wiederum reagiert mit kuriosen Forderungen. 

In einer Stellungnahme, die auch die Ultragruppen „Giasinga Buam“ und „Cosa Nostra 1860“ unterzeichnet haben, setzt sich der Fanrat des Vereins für den Erhalt der 50+1-Regel ein. „Die 50+1-Regel hat sich in den vergangenen Jahren als wirksames und erhaltenswertes Instrument erwiesen, um den Fußball in Deutschland in der Form zu bewahren, für die er in weiten Teilen Europas beneidet wird: Als Volkssport mit moderaten Eintrittspreisen, Stehplätzen, lebendigen Traditionsvereinen und einer ausgeprägten Fankultur ohne die ausufernden und perversen Auswüchse einer kompletten Kommerzialisierung“, heißt es in der Stellungnahme.

Ismaik selbst habe sich hingegen in den vergangenen fünf Jahren „weder als verlässlicher Partner noch als fachkundiger Mehrheitsgesellschafter präsentiert. Seine wenigen Besuche in München waren geprägt von Stimmungsschwankungen, nicht eingehaltenen Versprechen, irrsinnigen Forderungen, ausufernden Personalwechseln und peinlichen öffentlichen Auftritten, welche er mit seiner aktuell laufenden, fast schon skurril anmutenden Kampagne in den öffentlichen Netzwerken – zum Schaden des Vereins – nahtlos fortsetzt.“

Die angesprochene Aktivität in den sozialen Medien setzte Ismaik sodann auch fort und entgegnete den Fans auf Facebook, dass der Verein 60 Millionen Euro brauche, um „gegen andere Vereine zu konkurrieren, neue gute Spieler zu kaufen und qualifiziertes Personal einzustellen.“ Knapp die Häfte davon würde Ismaik selbst zahlen, den Rest „könnte der Verein, die Fans und die Investoren aus München mit 51% dieser Summe beitragen.“ Diejenigen die sich für den Erhalt der 50+1-Regel einsetzen, „dürften dann zwischen 1000 und 30 Mio. Euro zahlen!“ so der jordanische Investor.

Nachfolgend die Stellungnahmen des Fanrats und von Hasan Ismaik im Wortlaut: 

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