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National

1860-Fans drohen mit Stimmungsboykott

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 09. Mai 2016
Quelle: Giasinga Buam

Mit einem 1:0-Sieg gegen den SC Paderborn sicherte sich der TSV 1860 München am Sonntag einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Eine abstiegsbedingte Rückkehr ins Stadion an der Grünwalder Straße ist somit vom Tisch. Die aktive Fanszene der Löwen fordert dennoch vehement den Auszug aus der Allianz Arena und will notfalls drastische Maßnahmen ergreifen.

Seit Saisonbeginn machen sich Anhänger der Löwen unter dem Motto „Ihr habt 34 Spieltage Zeit – Zurück ins GWS, Raus aus der Arena!“ für eine Rückkehr des Vereins zu seinen Wurzeln ins Grünwalder Stadion im Stadtteil Giesing stark. Im Falle eines Abstiegs wäre diese Option wohl zumindest für den Übergang eine realistische Lösung gewesen. Der Verbleib in der zweiten Liga erschwert diese Pläne nun jedoch aufgrund einiger struktureller Hindernisse und Auflagen.

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Dies ist den Fans auch durchaus bewusst, dennoch fordert das Bündnis „Für unsern Turn- und Sportverein“, dass „ein lapidares ,Weiter so´ in der Arena“ keine Option sein dürfe und stellt klar „DAS DAHINVEGETIEREN IN DER FRÖTTMANINGER EINÖDE WIRD VON DEN FANS DER NORDKURVE NICHT MEHR AKZEPTIERT!“

Die Fans erwarten daher von den Vereinsverantwortlichen, „dass auf der am 19.06. stattfindenden Mitgliederversammlung ein Plan zur Lösung der Stadion-Problematik, ein ehrliches und realistisches Konzept für die Zukunft und ein zukünftiges Profil für unsere Münchner Löwen präsentiert wird!“ Von Plänen eines neuen Stadions in München-Riem, wie sie Investor Hasan Ismaik schmiedet, halten die Löwen-Fans hingegen nichts.

Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, sieht die Fanszene sich gezwungen „in der kommenden Saison deutlich schärfere Maßnahmen zu ergreifen.“ Dabei sei auch nicht auszuschließen, „dass sich diese Aktionen auch auf die Unterstützung der Mannschaft auswirken können“, so die Löwen-Fans, die auch noch einmal verdeutlichen warum sie unbedingt den Auszug aus der Arena wollen: „Der TSV 1860 als Münchner Stadtverein wäre prädestiniert dazu, einen echten Gegenpol zum globalen Schickimicki-Serienmeister aus der Seitenstraße darzustellen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: leere Ränge, ein nicht existierender Heimvorteil und eine komplett fehlende Identifikation.“