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National

Stadionverbot gegen NPD-Mitglied gekippt

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 27. März 2015
imago13391689h Quelle: imago

Das Landgericht in Leipzig hat einen Lok-Anhänger vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freigesprochen. Für den 37-jährigen gilt seit 2007 ein unbefristetes Stadionverbot, trotzdem besuchte er ein Freundschaftsspiel.

Bei Lokomotive Leipzig kämpft man seit Jahren gegen rechtsextreme Teile der Fanszene. „Scenario Lok“ wurde vom Innenministerium als gewaltbereit und rechtsextrem eingeschätzt, die Mitglieder erhielten vom Verein ein dauerhaftes Hausverbot. Mittlerweile hat sich die Gruppe aufgelöst, stand darüber hinaus unter dem Verdacht, den eigenen Verein und dessen Mitarbeiter attackiert zu haben.

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Bereits zwischen 2007 und 2009 sprachen die Verantwortlichen des sächsischen Oberligisten mehrere Stadionverbote gegen die Hooligan-Gruppierung „Blue Caps“ und deren mutmaßliche Nachfolger „Crime Boys“ ausgesprochen. Ein Bericht der Wochenzeitung Zeit berichtete davon, dass die Gruppen durch NPD-Aktivisten in eine „rechtsextreme Bruderschaft verwandelt“ worden sei.

Aus dieser Zeit stammt auch das Hausverbot gegen das Leipziger NPD-Mitglied, doch bei dem Spiel Lokomotive gegen den Halleschen FC im Juli 2013 war die Person trotzdem im Bruno-Plache- Stadion. Daraufhin wurde dem Anhänger „widerrechtliches Betreten“ vorgeworfen. Das Landgericht befand das Hausverbot jedoch als nicht rechtens und wies den Vorwurf ab. Es ist davon auszugehen, dass der Verein in Berufung gehen wird.

 

One Response to “Stadionverbot gegen NPD-Mitglied gekippt”

  1. DieLi sagt:

    Für Nazis ist in deutschen Stadien kein Platz! Auch nicht bei Lok.

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