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Schalker Ultras verhindern Nazi-Demo in Gelsenkirchen

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 02. Mai 2015
Fan des FC Schalke mit einer Fahne gegen Nazis FC Schalke 04, Fussball, 1. Bundesliga, 31.10.2014 , EP_JSE

supporter the FC Schalke with a Flag against Nazis FC Schalke 04 Football 1 Bundesliga 31 10 2014 Quelle: imago

Zusammen mit zahlreichen anderen Bürgerinnen und Bürgern sorgten Schalker Ultras gestern offenbar dafür, dass eine Demonstration der Partei „Die Rechte“ nicht wie geplant von Essen nach Gelsenkirchen ziehen konnte.

Historisch betrachtet hat der 1. Mai eine besondere Bedeutung für die Schalker Fanszene: Am 1. Mai 1873 wurde der erste Spatenstich der Zeche Hugo getätigt, nach der sich die Ultra-Gruppe „Hugos“ benannte. Da Zechenkultur und Tradition im Ruhrgebiet einen hohen Stellenwert genießen, könnte dieser Tag also eigentlich Anlass zum Feiern bieten, insbesondere für die Schalker Ultras.

Da der Mai-Beginn aber auch traditionell Anlass für Demonstrationen politischer Bewegungen ist, hatte der Kreisverband Dortmund der Partei „Die Rechte“ zu einem Demonstrationszug von Essen-Kray nach Gelsenkrichen aufgerufen. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Bürgerinnen und Bürgern sorgten jedoch gestern Teile der Schalker Fanszene dafür, dass die Rechten keinen Fuß in Gelsenkirchener Stadtgebiet setzten und demonstrierten so, dass ihr Kampf gegen Rassismus und Rechtsradikalismus nicht an den Stadiontoren endet.

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Auf ihrer Facebook-Seite teilte „Die Rechte Dortmund“ im Liveticker mit, dass die Polizei die Blockade nicht räumen wollte und eine Alternativstrecke aushandeln musste. Schließlich blieb den Rechten nichts anderes übrig, als den Rückweg nach Essen anzutreten. „Teile der Schalker Fanszene, genauer gesagt von UGE, Hugos und Marler Jungs“ sollen sich an dieser Blockade beteiligt haben. Gleichzeitigt offenbart der Kreisverband der Rechten seine Vorliebe für den Schwarz-Gelben Nachbar der Schalker und kündigt in seinem Post an: „Das nächste Derby wird spannend.“

#1MaiRuhr Gerade steht die Demo, aber gleich geht es weiter. Die Polizei sieht sich ungewillt, eine Blockade auf der…

Posted by Die Rechte Dortmund on Freitag, 1. Mai 2015

13 Responses to “Schalker Ultras verhindern Nazi-Demo in Gelsenkirchen”

  1. Horst henke sagt:

    Mal vorab. Die Schalker Fan Szene ist weder rechts noch links und lässt sich von keinem vor den Karren spannen. Vorrangig ging es um die Borussen die bei den rechten dabei waren. Die wollte man erwischen. Dann natürlich auch das kein rechter Gelsenkirchener Boden betritt. Das erste ist leider nicht gelungen. Und auf das nächste Derby freuen wir uns auch schon. Sport frei.

    • Hafensänger sagt:

      Blödsinn. Schon mal den Gesang „Juden, Türken UGEEE“ gehört oder das Derbyvideo gegen Dortmund wo sich UGE ganz klar gegen Nazis bei Dortmund und in Dortmund ausspricht?

      Die braunen Trottel aus Essen und Dortmund pflegen ja auch in der Fanszene Verbindungen.

  2. Hummel sagt:

    Was ist das denn – fanzeit.de bietet auf dieser Seite nicht nur den Link zur Facebook-Seite der militanten und gewalttätigen Neonazi-Partei „Die Rechte“ an, sondern sogar noch einen „Gefällt-Mir“-Button der Nazis? Noch mal zum Mitschreiben: In der Partei organisieren sich vorbestrafte Gewalttäter und Volksverhetzer, und sie ist die Nachfolgeorganisation des aus guten Gründen verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmund“. Und ihr macht sogar Werbung für deren Facebook-Seite, indem ihr ein Posting inkl. Gefällt-Mir-Button einbindet?

    Seriöse Seiten geben höchstens einen Screenshot von Nazi-Veröffentlichungen wieder, anstatt zu Nazis zu verlinken und zum „Gefällt-mir“-Klicken bei ihnen aufzuforden. Vorschlag: Macht das doch auch so.

    Vor dem einbinden von Naizi-Postings demnächst Gehirn einschalten!

  3. mac sagt:

    Toll Einstellung der Schalker. Dachte ich. Doch dann meldete sich Horst. 🙁

  4. Fan sagt:

    Es ist doch bezeichnend, wie selbstverständlich „Die Rechte“ ihre Gesinnung mit der der Dortmunder aktiven Fanszene und sogar des BVB gleichsetzt und das auch unwidersprochen gleichsetzen kann: „Und auf das nächste Derby freuen wir uns auch schon“, also dann „Die Rechte“ zusammen mit dem BVB auf der einen Seite gegen Schalke auf der anderen Seite. Wie schon seit Jahrzehnten wird der BVB offiziell nur dann etwas dagegen unternehmen, wenn eine schlechte Presse droht oder es dem eigenen Saubemann-Image schadet.

    Es ist vor diesem Hintergrund überhaupt kein Wunder mehr, dass sich in den letzten Jahrzehnten in Dortmund die mit Abstand ekelhafteste und widerlichste Nazi-Fanszene Deutschlands etablieren konnte und man sich bis heute immer noch Jahr für Jahr beim Derby als „Gelsenkirchener Jude“ beschimpfen lassen muss (damit kein Missverständnis entsteht: für mich ist das keine Beleidigung, auch wenn es von denen so gemeint ist!).

    • Marddin sagt:

      So lange die braunen Doofmunder bezahlen, kümmert das die Aktiengesellschaft nichts. Da wird kein Verein mehr gelebt.

      Ekeliger Verein!

  5. JPO sagt:

    Weder rechts, noch links – Demokrat und Fußball-Fan!

  6. Wörn sagt:

    Daumen hoch für ALLE, die sich an der Blockade beteiligt haben.

  7. JÖKvomPott sagt:

    Moin,
    kann man wieder nur stolz sein auf alle Schalker Kumpels!!!!
    Es ist schon der reinste Wahnsinn das dieses braune Gesindel ein ganzen Stadtteil in Doofmund einnehmen kann ohne das dagegen etwas unternommen wird. Die Begründung: Man hätte sie dadurch unter Kontrolle!!!!
    Schalke steht nun mal auch für
    MEIN FREUND IST AUCH AUSLÄNDER!!!!
    GLÜCK AUF

  8. Stenz sagt:

    Das ist ein wahrlich markanter Unterschied im Revier:

    In Dortmund unterwandert diese widerliche Nazimischpoke erstaunlich federführend die Fanszene, während auf Schalke alle politischen Strömungen akzeptiert werden, solange man den Konsens „Schalker gegen Rassismus“ nicht mit Naziparolen besudelt.

    Nazis und Rassisten passen irgendwie nicht zu Schalke. Die sind im wahrsten Sinne eher in Dortmund zu Hause, wo sich die Neonazis ein schönes Nest gebaut haben und weitgehend ungehindert ihre Vormachtstellung in der schwarzgelben Fanszene behaupten…gelb-braun eben…

  9. Stenz sagt:

    Im Übrigen ist die Strategie der Dortmunder Neonazis ziemlich eindeutig, über die Verbindung zum Fußball möglichst viele Gewalttäter aus dem Umfeld des BVB an sich zu binden. Ich frage mich, wann die schwarzgelbe Imagemaschine endlich mal ungeschönt als häßliche Naziadresse enttarnt wird.

  10. Cris sagt:

    Und das ganze hat in Dortmund auch eine gewisse Tradition! Wenn man betrachtet wer sich dort so zeigt. SS Siggi gabs schon in den frühen Achzigern, der hat so ziemlich jede Nazi Vereinigung mitgenommen die es seit dem gab, von Kühnens Truppe bis zur „Rechten“. Ekelhaftes Gesindel…auf Schalke war sicherlich in den 80gern und frühen 90gern auch nicht alles Gold was glänzte..aber wir haben poliert!

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