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National

„NO LEGIDA“

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 08. Januar 2015
Leipzig 16 11 2014 Alfred Kunze Sportpark Fußball Landesliga Sachsen BSG Chemie Leipzig vs FSV Quelle: imago

Am kommenden Montag soll unter dem Label „Legida“ auch in Leipzig gegen „die Islamisierung des Abendlandes“ protestiert werden. Chemie Leipzigs Ultras „Diablos Leutzsch“ rufen im Internet dazu auf, den Protesten mit einer Bewegung entgegen zu treten. 

„Der vormals gewichtige und zu seiner Zeit auch wichtige Ruf ‚Wir sind das Volk!‘ wird dabei von der nächsten Schwachmatengruppe aufgenommen und ist heute nur noch eine leere Hülse im Sinne von übersteigertem Nationalismus und Deutschtümelei. Die Aussagen in Interviews und auf diversen Internetplattformen zeigen, dass es nicht um Ängste oder berechtigte Kritik geht, sondern um Klischees, Vorurteile und Rassismus – in guter deutscher Tradition“, heißt in einer Mitteilung der aktiven Chemie-Fanszene.

Nichtsdestotrotz kritisieren die Ultras die Presse und politische Umstände des Bundeslandes Sachsen. “ Wir finden Islamismus und die Brandmarkung aufgeklärter Kritik als Islamophobie genauso scheiße wie den 1. FC Lok – mindestens“, heißt es in der Mitteilung weiter. Solche Vorgänge seien zu verurteilen und zu bekämpfen.

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Die „Diablos Leutzsch“ rufen Chemie-Anhänger und andere Leipziger dazu auf, den „Legida-Protesten“ mit einer Bewegung entgegen zu treten.

„Dennoch haben wir keinen Bock auf Nazi- und Rassistenscheiße. Weder in Leipzig noch sonst wo anders auf der Welt. Wer sich diesen Gedanken anschließt, muss sich fragen lassen, ob er Teil der Familie BSG Chemie sein kann, denn wir laden Flüchtlinge lieber zu uns ins Stadion oder zu unseren Nachwuchs-Trainings ein, als sie zu verdammen.“

 

rs

 

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